Schlagworte: Der Mensch als Irrtum der Natur, Kritik an Moral und Fortschrittsdenken, Abrechnung mit Moral und Fortschrittsglauben, Philosophie gegen Ideologie, Philosophie jenseits des Fortschrittsoptimismus
Arthur Schopenhauer gehört zu den radikalsten Denkern der Moderne. Seine Philosophie ist keine akademische Übung, sondern eine schonungslose Analyse des menschlichen Daseins. In einer Zeit des Fortschrittsoptimismus entwarf er ein Weltbild, das Leid, Täuschung und Selbstverblendung nicht beschönigt, sondern ernst nimmt.
Der vorliegende Band versammelt essayistische Reflexionen und kommentierte Gedanken zu Schopenhauers zentralen Themen: Wille und Vorstellung, Charakter und Moral, Kunst, Religion, Tod und Erlösung. Dabei geht es nicht um eine historische Einführung, sondern um eine philosophische Auseinandersetzung mit der Frage, warum Schopenhauer bis heute wirkt - und warum sein Denken für die Gegenwart besonders herausfordernd ist.
Schopenhauer erscheint hier nicht als bloßer Pessimist, sondern als Illusionskritiker, der falsche Hoffnungen zerstört, um einen nüchternen Blick auf Freiheit, Mitgefühl und Erkenntnis zu eröffnen. Seine Aphorismen werden als Verdichtungen eines geschlossenen metaphysischen Denkens gelesen, nicht als isolierte Bonmots.
Das Buch richtet sich an philosophisch interessierte Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich auf eine unbequeme, aber klärende Denkbewegung einzulassen. Es verbindet begriffliche Präzision mit essayistischer Klarheit und positioniert Schopenhauer als einen Denker, der nicht beruhigt, sondern nachwirkt.
Ein philosophischer Band für Leser, die Philosophie nicht konsumieren, sondern durchdenken wollen.
Heinz Duthel ist Schriftsteller, Essayist und unabhängiger Philosoph. Er studierte Philosophie und Orientalistik und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Fragen der Metaphysik, Religionskritik, politischen Ideengeschichte sowie der philosophischen Anthropologie. In seinen Arbeiten verbindet er klassische europäische Philosophie mit asiatischen Denktraditionen und einer konsequent zeitkritischen Perspektive.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen liegt auf Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Religionskritik und der Analyse moderner ideologischer Systeme. Duthel versteht Philosophie nicht als akademische Disziplin, sondern als existenzielle Denkform, die sich an den Grundfragen des menschlichen Daseins orientiert: Leid, Macht, Illusion, Erkenntnis und Freiheit.
Heinz Duthel veröffentlichte zahlreiche Bücher und Essays in verschiedenen unabhängigen Verlagen. Sein Buch 'Es ist 5 vor 12' erschien unter anderem im Umfeld des Rote-Hilfe-Verlags Bochum und in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung. Er hielt öffentliche Vorträge und Diskussionen unter anderem an der Universität Bielefeld sowie in philosophischen und kulturkritischen Foren.
Als Autor verfolgt Duthel einen bewusst essayistischen Stil, der begriffliche Präzision mit sprachlicher Klarheit verbindet. Seine Texte richten sich an Leserinnen und Leser, die Philosophie nicht als System, sondern als Denkbewegung begreifen. Charakteristisch ist dabei eine skeptische Haltung gegenüber moralischem Fortschrittsoptimismus und eine Nähe zu pessimistisch-realistischen Denkern der Philosophiegeschichte.
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