Der Landeyða
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Der Landeyða

Bjørn Falk

Band 1: Landeyða Saga

Romane & Erzählungen

Paperback

338 Seiten

ISBN-13: 9783695133314

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 12.06.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Wikinger, Schlei, Haithabu, Historischer Roman, Nordische Saga

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An der Schlei, dem langen Meeresarm der Ostsee, wächst ein Junge auf, den niemand kennt. Sie nennen ihn Landeyda - Landverschwender, Niemand. Sein Vater Geirmund ist ein Trinker, gebrochen von einer Schlacht, die er überlebt hat und die seine Kameraden nicht überlebten. Seine Mutter Sigrunn hält die Familie zusammen, allein, mit der stillen Härte einer Frau, die keine andere Wahl hat. In der Nacht seiner Geburt tauft sie ihn heimlich in der eisigen Schlei und flüstert seinen wahren Namen ins Schilf: Jorin.

Er wächst auf zwischen Spott und Gleichgültigkeit. Sein einziger Freund ist Thorstein, ein Fischerjunge mit zu vielen Worten und zu wenig Mut. Jorin schuftet an den Rudern auf der Schlei, schleppt Steine, spaltet Holz. Sein Körper wird zum Werkzeug - geformt durch Arbeit, nicht durch Schwerttraining.

Als Jorin beginnt, in der Handelsstadt Heidabyr zu arbeiten, trifft er den Schmied Brynjar. Der wortkarge Alte wird sein Lehrmeister, sein Vaterersatz, sein Anker. In der Schmiede lernt Jorin nicht nur, Eisen zu formen - er lernt, die Welt zu beobachten und zu verstehen. Die Leute beginnen, den Landeyda mit anderen Augen zu sehen...
Bjørn Falk

Bjørn Falk

Bjoern Falk lebt an der Schlei, und wer ihn kennt, sagt, das erkläre alles.

Geboren und aufgewachsen in Schleswig-Holstein, verbrachte Falk seine Kindheit an dem Gewässer, das seine Bücher durchzieht wie ein zweiter Herzschlag. Die Schlei - dieser vierzig Kilometer lange Arm, den die Ostsee ins Land streckt - war sein Spielplatz, sein Rückzugsort und ist bis heute sein Zuhause. Wenn er nicht schreibt, segelt er. Oft beides gleichzeitig, wenn man den Notizen glaubt, die er in wetterfesten Notizbüchern an Bord führt, vollgeschrieben mit Szenen, Dialogen und Skizzen von Wolkenformationen, die er später keiner bestimmten Geschichte mehr zuordnen kann.

Falk studierte Geschichte und Skandinavistik, brach beides ab und arbeitete als Bootsbauer, Journalist und kurzzeitig als Restaurator historischer Segelschiffe, bevor er zu schreiben begann. "Ich habe immer nach einer Art gesucht, Geschichten zu erzählen, die sich anfühlen, als würde man nasse Erde zwischen den Fingern spüren", sagt er. "Irgendwann habe ich begriffen, dass man dafür eine Tastatur braucht. Und einen Kaffee. Und Ruhe. Die Schlei liefert davon mindestens zwei."

Die Landeyda-Saga ist sein erstes mehrbändiges Werk - entstanden aus vierzehn Liedern, die er in einer Winternacht auf dem Wasser geschrieben hat, bei drei Grad und einer Thermoskanne Tee, als sein Boot vor Haddeby vor Anker lag und die Lichter der Stadt über das Wasser glitzerten. "Ich dachte an die Menschen, die vor tausend Jahren genau hier gestanden haben. An die Geschichten, die die Schlei gehört hat. Und ich dachte: Die muss jemand aufschreiben."

Falk schreibt in einem umgebauten Bootsschuppen mit Blick auf das Wasser. Sein Schreibtisch steht so, dass er die Schlei sehen kann, wenn er aufblickt, und er sagt, dass jede Szene besser wird, wenn er dabei das Schilf rascheln hört. Er lebt mit einer Katze, die auf seinem Manuskript schläft, und einem alten Folkeboot namens Sigrunn, das er jedes Frühjahr neu streicht und das - seiner Aussage nach - mehr Geschichten kennt als er.

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