Die Wolze sind ein Volk von kleinen, munteren Waldbewohnern. Den Winter verbringen sie in Erdhöhlen in den Bergen, den Sommer an einem See im Tal. Auf seiner ersten Wanderung hinab ins Sommerlager findet der kleine Wolz sich durch einen unglücklichen Zufall plötzlich ganz allein mitten im Wald wieder. Nachdem er seine erste Verzweiflung überwunden hat, macht er sich auf, das Sommerlager der Wolze am Mückasee auf eigene Faust zu finden. Als er auf einen hohen Baum klettert, begegnet ihm das Eichhörnchen Flick, das ihm nicht nur hilft, wieder auf den Waldboden hinunterzukommen, sondern dem kleinen Wolz auch anbietet, ihm bei seiner Suche zu helfen. Gemeinsam wandern sie weiter, doch als sie einen reißenden Bach überqueren müssen, stürzt der kleine Wolz ins Wasser. In letzter Sekunde entdeckt ihn das Rotkehlchen Tatipp und schickt Hilfe in Gestalt der Lilala. Die Lilala, wohl eine menschenähnliche Trollin, weiß und kann (fast) alles. So rettet sie den kleinen Wolz nicht nur vor dem Ertrinken; sie ist es auch, die auf die Idee kommt, den weisen Uhu Troter nach dem Weg zum Mückasee zu fragen. Gesagt, getan - und tatsächlich weiß Troter Rat: Vom Wohnbaum der alten Eule aus ist es nämlich eigentlich nur ein Tagesmarsch zum Mückasee. Und so machen sich der kleine Wolz, Flick, Tatipp und Lilala auf den Weg. Doch ganz so schnell findet die Wolz-Familie dann doch noch nicht wieder zusammen, denn vorher muss die kleine Reisegesellschaft noch einen gefährlichen Steilhang überwinden, ein schreckliches Gewitter überstehen und den Mückasee überqueren. Hier ist selbst die Lilala ratlos. Am Ende ist es der kleine Wolz selbst, der das Problem löst, indem er eine weitere Freundschaft schließt. So findet der kleine Wolz nicht nur seine Eltern, sondern auch viele neue Freunde, die für ihn da sind, wenn er Angst hat, und ihm so helfen, immer wieder über sich hinauszuwachsen. Einem unbeschwerten Sommer an den Ufern des Sees steht nun nichts mehr im Wege!
Afra Gethöffer-Grütz ist promovierte Kunsthistorikerin mit einer bis heute bestehenden, ausgeprägten Liebe für phantasievolle Kinderbücher. Die Geschichten, die sie als Kind las, inspirierten sie schon damals, sich eigene Figuren und Abenteuer auszudenken. Mit "Der kleine Wolz - Die Suche nach dem Mückasee" hat sie sich nun den langgehegten Traum erfüllt, ein eigenes Kinderbuch zu schreiben, wie sie es schon als Kind gerne gelesen hätte.
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