Die Evangelien entstanden in einem konkreten historischen Zusammenhang. Sie enthalten jedoch keine reale Geschichte. Auslöser für den Jüdischen Krieg (66 bis 70 u.Z.) war nicht zuletzt der Glaube der Juden, dass sie durch einen gewaltbereiten Messias von der römischen Fremdherrschaft befreit werden würden. Den Schreibern der Evangelien ging es darum, den neuen Herrscher und Kaiser Vespasian und seinen im Jüdischen Krieg erfolgreichen Sohn Titus als Dynastie durch einen neuen Staatskult im Imperium zu legitimieren und damit auch die Juden zu befrieden. Das Kaiserhaus der Flavier sollte deshalb vergöttlicht werden. Dann war es wohl der von den Juden zu den Römer übergelaufene Historiker Flavius Josephus, der im Einvernehmen und mit dem Wohlwollen des Gott-Kaisers Vespasian und seines Sohnes Titus eine geniale Idee hatte, deren Folgen wir bis heute sehen.
Der Autor ist Jurist und pensionierter Beamter des höheren Verwaltungsdienstes. Seit Jahrzehnten fühlt er sich der Aufklärung und dem Humanismus verpflichtet. Die Suche nach geschichtlichen Wahrheiten und Wahrscheinlichkeiten sieht er als aufklärerische Aufgabe an. Dabei kann es auch bedeutend werden, einmal gewohnte Denkpfade zu verlassen und Überliefertes unter anderen Aspekten zu untersuchen. Er veröffentlichte mehrere kleinere und kritische Beiträge zu den Themen Religion, Kirche und Glaube. Sein Schwerpunkt liegt dabei im Allgemeinen auf den theologischen Aspekten, die von Laien viel zu wenig beachtet bzw. verkannt werden. Von allergrößter Bedeutung ist für ihn jedoch auch die Aufgabe zu untersuchen, welche Folgen und Ereignisse sich aus der Herrschaft des Christentums bzw. der römisch-katholischen Kirche für das Abendland und die Menschen ergaben und ergeben. Der Autor möchte den Leser interessieren und zeigen, dass das Suchen und Befassen weder bei Religionen noch mit Geschichte langweilig sind, sondern durchaus auch spannend sein können. Die Realität kann durchaus spannender sein als erfundene Kriminalromane oder Filme. Bedeutender und folgen-trächtiger ist sie allemal. Es gilt nur, sie aufzuspüren und das eigene Wissen zu vermehren.
Mit seinem dritten Buch zum Themenkreis Glaubensgeschichte, „Der Nibelungen Not" deckt er das bislang unverstandene Motiv dieser bedeutenden Dichtung auf und zeigt, dass sich darin die realen politischen Verhältnisse der Stauferzeit und dabei die Reaktion auf die christlichen Wurzeln des Antisemitismus widerspiegeln.
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