Der Friedhof-Kodex
Neu

Der Friedhof-Kodex

Eine Geschichte von Ordnung, Schuld und Erinnerung

G. J. Lebhart

Romane & Erzählungen

Paperback

106 Seiten

ISBN-13: 9783695749423

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 18.03.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Mord, Vertuschung, Lawinenunglück, Verrat, Moralisches Dilemma

Bewertung::
0%
9,99 €

inkl. MwSt. / portofrei

sofort verfügbar

Du schreibst?

Erfüll dir deinen Traum, schreibe deine Geschichte und mach mit BoD ein Buch daraus!

Mehr Infos
Im Alpenvorland, wo Ordnung als Tugend gilt und Erinnerung in Landschaft eingeschrieben ist, kehrt Ludwig nach dem Tod seiner Mutter in seinen Heimatort zurück. Was als Beerdigung beginnt, wird zur schrittweisen Entschlüsselung eines Systems aus Schweigen, Macht und präziser Verdrängung. Ein Roman über Schuld ohne Geständnis, Ordnung als Gewalt und die Frage, ob Wahrheit immer gesagt werden darf.
G. J. Lebhart

G. J. Lebhart

Der Autor wuchs im niederösterreichischen Mostviertel auf, in Verhältnissen, die weder von Überfluss noch von Instabilität geprägt waren, sondern von Maß, Verlässlichkeit und Ordnung. Die Welt erschien überschaubar, nicht weil sie einfach gewesen wäre, sondern weil sie normativ gerahmt war: Regeln galten, Verantwortung hatte Gewicht, und Handlungen standen in einem erkennbaren Verhältnis zu ihren Folgen. In diesem Milieu entwickelte sich früh eine Unterscheidungsfähigkeit, die für sein späteres Denken konstitutiv wurde: jene zwischen positivem Recht und moralischer Bewertung. Nicht alles, was erlaubt ist, ist gerecht; nicht alles, was gerecht erscheint, ist rechtlich normiert. Diese Differenz wurde zu einer epistemischen Grundfigur seines Denkens.

Seit vielen Jahren arbeitet er im Feld der Statistik und des Datenmanagements. Bevölkerungsanalysen, Registerdaten, Forschungsdateninfrastrukturen und Fragen der Datenqualität bilden den institutionellen Rahmen seines Wirkens. Doch hinter diesen Begriffen steht eine philosophische Grundüberzeugung: Dass Erkenntnis nur dort tragfähig ist, wo sie methodisch kontrolliert ist; dass Entscheidung Legitimität gewinnt, wenn sie sich auf überprüfbare Evidenz stützt. Methodische Stringenz ist für ihn keine technische Tugend, sondern eine Form intellektueller Redlichkeit.

Für den Autor ist das Schreiben eine Form der Psychohygiene, nicht im therapeutisch-esoterischen Sinn, sondern als kognitiver Ordnungsakt. Was zunächst als implizites Erleben, als diffuse Emotion oder als ungerichteter Gedanke vorhanden ist, wird durch Sprache expliziert. Sprache zwingt zur Sequenzierung: Sie verlangt Anfang, Entwicklung, Schluss; sie verlangt Gewichtung, Priorisierung und Kausalität. Das Denken wird dadurch nicht verengt, sondern geklärt. Schreiben ist für ihn daher eine Praxis der Präzisierung. Es transformiert innere Unschärfe in formulierbare Differenz. Es entlastet das Bewusstsein, indem es Gedanken objektiviert und sie dem prüfenden Blick zugänglich macht.

Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.

Eigene Bewertung schreiben
Bitte melden Sie sich hier an, um eine Rezension abzugeben.

3D-Ansicht des Produktes (beispielhaft auf Grundlage des Einbandes, Verhältnisse und Details variieren)

Paperback
PaperbackPaperback Glue Binding