Künstliche Intelligenz antwortet. Sie hört scheinbar zu, formuliert freundlich, spiegelt unsere Gedanken und kann sich im richtigen Moment erstaunlich nah anfühlen. Doch was geschieht eigentlich in uns, wenn eine Maschine spricht, als wäre da jemand?
Der Freund, der keiner ist ist eine persönliche und psychologisch fundierte Reise in die neue Beziehung zwischen Mensch und KI. Christof Bechtiger untersucht, warum künstliche Nähe entstehen kann, obwohl auf der anderen Seite kein fühlendes Gegenüber sitzt. Es geht um Projektion, Sprache, Vertrauen, Bestätigung, Denkfallen, Verletzlichkeit und die Frage, wie wir KI nutzen können, ohne unsere menschliche Urteilskraft abzugeben.
Das Buch ist weder eine Werbeschrift für künstliche Intelligenz noch eine Panikschrift gegen sie. Es lädt dazu ein, genauer hinzuschauen: auf die Systeme, die wir bauen und nutzen, vor allem aber auf die Reaktionen, die sie in uns auslösen. Denn vielleicht zeigt KI nicht zuerst, wie menschlich Maschinen werden, sondern wie viel Menschliches sichtbar wird, wenn Maschinen antworten.
Christof Bechtiger lebt in der Schweiz und arbeitet seit vielen Jahren im Human Resources Management. Neben seiner beruflichen Erfahrung mit Menschen, Organisationen und Veränderungsprozessen beschäftigt er sich intensiv mit Psychologie, künstlicher Intelligenz, Technologie, Wissenschaft und kreativen Schreibprozessen.
Sein besonderes Interesse gilt der Frage, wie neue Technologien unser Denken, unsere Beziehungen und unser Selbstverständnis verändern. Dabei verbindet er persönliche Beobachtungen mit psychologischem Hintergrundwissen und einer offenen, aber kritischen Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz.
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