Europa im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648): Ein Kontinent brennt. Zwischen den Fronten von Religion, Macht und unbändigem Besitzstreben kämpfen die Menschen ums nackte Überleben. Dörfer werden niedergebrannt, Familien auseinandergerissen, Hunger und Seuchen ziehen durch das Land. Inmitten dieser grausamen Zeit erhält Stefan Franz Steinlöb, Creditor des Fürstbischofs von Passau, einen gefährlichen Auftrag: Er soll ausstehende Gelder eintreiben. Doch je tiefer er in die verwüsteten Lande vordringt, desto deutlicher erkennt er das Leid der einfachen Menschen. Statt sie zu berauben, wird er zu ihrem Beschützer. Als Obrist an der Seite des Generals Graf von Lüttich steht er zwischen Krieg und Gewissen - in einer Welt, in der Menschlichkeit zum größten Wagnis wird.
Franz Spichtinger wurde 1941 in Plöss, einem Dorf an der böhmisch-bayerischen Grenze, geboren. Nach der Vertreibung und Flucht aus der Heimat ließ sich die Familie in der benachbarten Oberpfalz nieder. Der Neuanfang, der Aufbau neuer Beziehungen und Lebensverhältnisse und die Vielfalt persönlicher Ereignisse in den Wirren der Nachkriegszeit haben sich auch in seinem Leben niedergeschlagen. Der Autor studierte Erziehungswissenschaften und Religionspädagogik an der Katholischen Pädagogischen Hochschule Eichstätt. Danach war er als Volksschullehrer und schließlich als Schulleiter tätig. Ein Schwerpunkt ist seit Jahrzehnten im Rahmen der Erwachsenenbildung die Auseinandersetzung mit Fragen der Gesellschaftspolitik und der Religionen. Franz Spichtinger ist verheiratet und hat zwei Töchter.
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