Der Betreuer ist ein psychologischer Roman ueber Verantwortung, Naehe und die Grenzen des Helfens. Jan Mertens arbeitet als Berufsbetreuer in Hamburg. Sein Alltag besteht aus Akten, Gerichtsbeschluessen, Telefonaten und den Krisen anderer Menschen. Er ist zuverlaessig, pflichtbewusst und laengst daran gewoehnt, gebraucht zu werden.
Dann begegnet er Lena Koenig. Sie ist intelligent, verletzlich, widerspruechlich und fordert von Jan etwas, das ihm zunehmend schwerfaellt: ihre Entscheidungen zu respektieren, auch wenn er sie fuer falsch haelt. Zwischen professioneller Verantwortung und persoenlicher Naehe verschwimmen die Grenzen.
Als Lena in eine schwere Krise geraet, wird aus Jans beruflichem Auftrag eine Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt: Wie weit darf ein Mensch gehen, um einen anderen zu schuetzen? Und wann wird aus Fuersorge Bevormundung?
Der Betreuer erzaehlt von einem Mann, der jahrelang versucht, das Leben anderer zusammenzuhalten und dabei sein eigenes aus den Augen verliert. Ein Roman ueber Selbstbestimmung und Verantwortung, ueber Einsamkeit, Ueberforderung und Schuld - und ueber den Moment, in dem Nichtstun ebenso folgenreich werden kann wie Handeln.
Markus Heinicke ist Autor und Berufsbetreuer. Seine beruflichen Erfahrungen mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen und den besonderen Herausforderungen rechtlicher Betreuung bilden den fachlichen Hintergrund fuer seinen Roman "Der Betreuer".
In seinen Texten beschaeftigt er sich mit Verantwortung, Selbstbestimmung und den Grenzen professioneller Hilfe. Dabei interessiert ihn besonders der Bereich, in dem rechtliche Vorgaben, menschliche Beziehungen und persoenliche Entscheidungen aufeinandertreffen.
Mit "Der Betreuer" verbindet Markus Heinicke einen psychologischen Roman mit einem Einblick in eine Berufswelt, die ausserhalb der Fachoeffentlichkeit nur selten wahrgenommen wird. Im Mittelpunkt stehen nicht Paragraphen, sondern Menschen und die Frage, was Verantwortung bedeutet, wenn es keine eindeutig richtige Entscheidung gibt.
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