Aphorismen zu kulturellen Dringlichkeiten und gesellschaftlichen Aufdringlichkeiten.
Angesichts der überwältigenden Gleichgültigkeit des Universums und gegenüber den gesellschaft-lichen Zumutungen der "verwalteten Welt" kann das schwache Individuum sich nur noch schwer behaupten und als wesentlich empfinden, statt sich zum arbeitsteiligen Fachidioten und funktio-nierenden Rädchen im Sozialgetriebe zu machen. Der uomo universale, der zu allem und jedem seinen unmaßgeblich distanzierenden Senf geben kann, dürfte in der mathematisch-naturwissen-schaftlich-technologisch-industriellen Rationalisierungswelt wohl nur noch der Aphoristiker sein, der seine skeptische Rundumweisheit doktrinär gegen jedes enzyklopädische Thema verteidigt durch kaustische Witz-Chuzpe seines dilettierenden Pfeilspitzen-Hagels. im Anhang stellt sich ein ebenso anspruchsvolles wie preiswertes neues Opusculum vor - voller tendenziöser Sentenzen, die sich des Zeitgeistes auf allen Sinnfeldern zu erwehren suchen: Ein Beitrag zu einer ausstehenden "proletarischen Philosophie" von individualistisch verfeinerten Volksmassen ....
Außerdem ein (vom Autor ins Deutsche übertragener) jüngst entdeckter pseudo-platonischer Frühdialog aus der Zeit um 400 v. Chr.
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