Willkommen beim Dating in einem Alter, in dem niemand mehr unbeschrieben ist. Jeder bringt eine Geschichte mit. Manche auch drei Kinder, zwei Hunde, einen Ex mit Schlüssel und eine Liste mit Anforderungen, gegen die eine Stellenausschreibung angenehm unkompliziert wirkt.
Man wischt. Man schreibt. Man wartet.
Man bekommt ein "Guten Morgen" mit zwölf Herzen von jemandem, dessen Nachnamen man noch nicht kennt - und drei Tage später antwortet derselbe Mensch überhaupt nicht mehr.
Man trifft Menschen, die unbedingt eine Beziehung wollen, aber bitte ohne Nähe. Menschen, die Ehrlichkeit verlangen, solange ihnen die Antwort gefällt. Und Menschen, die seit Jahren nach dem perfekten Partner suchen und dabei sehr erfolgreich jeden aussortieren, der tatsächlich vor ihnen steht.
Und irgendwann sitzt man bei einem Kaffee und denkt:
Verdammt. Eigentlich wollte ich doch nur jemanden kennenlernen.
"Dating mit 50 - Wischen mit Lesebrille" ist kein Ratgeber und keine Abrechnung mit Frauen, Männern oder Dating-Apps.
Es ist ein Blick auf das, was passiert, wenn erwachsene Menschen mit Lebenserfahrung, alten Verletzungen, neuen Ansprüchen und erstaunlich gut gefüllten Schubladen noch einmal versuchen, jemanden wirklich an sich heranzulassen.
Direkt. Selbstironisch. Manchmal böse. Und unangenehm oft verdammt nah an der Wahrheit.
Dieses Buch erklärt nicht, wie Dating funktioniert.
Wenn das jemand wüsste, wäre es wesentlich dünner.
Gebürtiger Oberbayer, wohnhaft im fränkischen Exil. Beides keine Imageentscheidung, sondern Ergebnis von Realität.
Er schreibt über Menschen, Begegnungen, Motorradreisen, Alltag und den ganz normalen Wahnsinn, der entsteht, sobald mehrere Menschen gleichzeitig glauben, sie hätten recht.
Seine Geschichten beruhen auf Beobachtungen, Erfahrungen und einer einfachen Überzeugung: Das Leben muss nicht ausgeschmückt werden. Es ist oft absurd genug.
Seine Bücher sind unterschiedlich. Mal nachdenklich, mal humorvoll, manchmal beides gleichzeitig. Sie wollen weder belehren noch überzeugen. Sie erzählen Geschichten und überlassen die Antworten den Leserinnen und Lesern.
Sein Stil ist direkt, ruhig und frei von Beschönigung. Humor entsteht nicht, weil Pointen gesucht werden, sondern weil die Wirklichkeit erstaunlich oft selbst welche liefert.
Ob auf dem Motorrad durch den Balkan oder zwischen Profilbildern, Espressotassen und Dating-Apps: Thomas Edlbacher interessiert vor allem der Mensch hinter der Geschichte.
Er lebt und arbeitet in Franken.
Nicht, weil es schön klingt.
Sondern, weil Weggehen manchmal die einzig vernünftige Entscheidung ist.
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