Was, wenn die Verurteilten der religiösen Überlieferung nicht die Feinde der Erkenntnis, sondern ihre heimlichen Boten waren?
Fast zweitausend Jahre lang galten Judas, Luzifer und die Schlange als Sinnbilder für Verrat, Hochmut und Versuchung. Dieses Buch wagt eine andere Blickrichtung. Es folgt den Spuren der antiken Gnosis und fragt, was sichtbar wird, wenn die Geschichte des Christentums aus der Perspektive der unterlegenen Stimmen betrachtet wird.
Johannes Ruchti führt verständlich durch das Pleroma, Sophia, den Demiurgen Yaldabaoth, die Archonten und den göttlichen Funken im Menschen. Er betrachtet den Garten Eden, die Schlange, Luzifer, Judas und Jesus neu und folgt den Spuren der Ophiten, Bogomilen und Katharer. Historische Grundlagen, gnostische Deutungen und freie spirituelle Auslegung werden dabei bewusst voneinander unterschieden.
Dieses Buch will kein neues Dogma errichten, sondern eine Tür öffnen. Es richtet sich an Menschen, die vertraute religiöse Bilder hinterfragen und die Gnosis als Weg der Erkenntnis, des Erwachens und der inneren Freiheit kennenlernen möchten.
Johannes Ruchti ist Autor, Trauerredner und Bestatter aus der Schweiz. Seine berufliche Nähe zu den grossen Fragen des Lebens und Sterbens führte ihn zu einer intensiven Beschäftigung mit Gnosis, frühen christlichen Strömungen und der geistigen Herkunft des Menschen. In seinen Büchern verbindet er historische Spuren mit verständlicher spiritueller Deutung. Er möchte keine neue Glaubenslehre errichten, sondern dazu einladen, überlieferte Bilder selbständig zu prüfen und eigene Erkenntnisse zu gewinnen.
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