Dieses wissenschaftliche Fachbuch, herausgegeben von Andreas Fischer, beleuchtet das Lehrsystem des amerikanischen Musikpädagogen Nelson B. Bailey (1874 bis 1948) als bedeutendes, funktionales Modell der musikalischen Selbstinstruktion. Vor dem Hintergrund der Jahre 1906 bis 1930, geprägt von der Begeisterung für hawaiianische Musik und neuen Bildungsidealen, skizziert die Untersuchung die gesellschaftlichen und pädagogischen Rahmenbedingungen, unter denen Bailey seine didaktisch reduzierten und praxisnahen Lehrmethoden entwickelte. Baileys Ukulele-Selbstlernkurs, bereits 1916 mit über 100.000 verkauften Exemplaren beworben, trug maßgeblich dazu bei, die Ukulele in die Alltagskultur auf dem amerikanischen Festland einzuführen Das Buch zeigt eindrucksvoll die nachhaltige Wirkung dieses Lehrsystems auf die Ukulelendidaktik. Zugleich bietet es kultur- und musikgeschichtlich interessierten Leserinnen und Lesern sowie Fachkreisen der Musikpädagogik spannende neue Einblicke in das Schaffen eines fast vergessenen Pioniers der Musikpädagogik des frühen 20. Jahrhunderts.
Andreas Fischer ist deutscher Autor, Akustikexperte und im weitesten Sinne auch ein Ukulelenhistoriker. Sein Interesse liegt auf den Instrumenten der Firma Lyon & Healy, der Entwicklung der Ukulele im frühen 20. Jahrhundert und der Wiederentdeckung der Lehrwerke von N. B. Bailey. Auf seiner Website bailey-ukulele.de veröffentlicht er Recherchen, Dokumentationen und Quellenmaterial.
Er lebt im Rheinland, ist an Morbus Parkinson erkrankt und arbeitet an weiteren Büchern zur Kultur- und Musikgeschichte der Ukulele.
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