Der Titel verweist auf zwei Ebenen der Geschichte: Zum einen auf die äußere Welt der täglichen Zugfahrten Menschen, die nebeneinander sitzen, sich sehen, aber nichts voneinander wissen. Sie teilen Raum und Zeit, doch sie schweigen. Dieses kollektive Schweigen wird zum Sinnbild für Distanz, Anonymität und das Wegsehen im Alltag. Zum anderen steht das Schweigen für das Verborgene: für Geheimnisse, verdrängte Wahrheiten, verschleierte Identitäten und unausgesprochene Schuld. Im Verlauf der Geschichte zeigt sich, dass hinter der Routine des Pendelns mehr verborgen liegt, als es scheint sowohl in einem komplexen Ermittlungsfall als auch im Inneren eines Mannes, der beginnt, an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.
ch bin 66 Jahre alt, stamme aus Französisch Guayana und bin seit Kurzem im Ruhestand. Das Schreiben begleitet mich schon lange als Beobachter des Alltags, als Zuhörer zwischen den Zeilen und als jemand, der sich für das interessiert, was Menschen nicht aussprechen. Die Erfahrung verschiedener Kulturen, Lebenswege und Begegnungen prägt meine Geschichten. Das Schweigen der Pendler ist Ausdruck dieser Perspektive. Heute nehme ich mir die Zeit, diese Geschichten aufzuschreiben und freue mich, sie mit Ihnen zu teilen.
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