Zehn Jahre tobt der Krieg vor den Mauern von Ilion. Tausende Schiffe sind seinetwegen in Brand geraten, Helden im Staub gefallen und Dichter besingen Helena als die unnahbare Schönheit, die ein Weltreich ins Verderben stürzte. Doch hinter den goldenen Schleiern des Palastes von Troja sehnt sich keine stolze Königin, sondern eine Gefangene nach wahrer Freiheit. Ihr treuer Leibwächter Iakos ist der Einzige, der nicht die Beute zweier Welten in ihr sieht, sondern den Menschen. In einer mondlosen Nacht wagen sie das Unmögliche: Ohne Kronen, ohne Geschmeide und im Schutz einfacher Wollmäntel fliehen sie vor den Belagerern ins unwegsame Ida-Gebirge. Unter dem Namen Althea bricht sie mit allem, was sie war, um an seiner Seite ein schlichtes, aber selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Das Schweigen der Götter erzählt eine intime, berührende Neuinterpretation des antiken Mythos - jenseits von Schlachtgetöse und Heldensagen.
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