Die Schriften von Eduard August Schroeder zeichnen den bereits 1928 verstorbenen Juristen als glühenden Verfechter des Rechtsstaats aus. Besonders seine grundlegenden Gedanken zum Thema Psychiatrie haben bis heute kaum an Aktualität verloren, weshalb eine Neuausgabe seines 1890 bei Orell Füssli & Co. erschienenen Werkes »Das Recht im Irrenwesen« unabdingbar ist. Dass es im Ergebnis noch immer keinen Unterschied macht, ob ein Mensch im 19. Jahrhundert der Geisteskrankheit geziehen wurde, oder ob er in heutiger Zeit ihrer bezichtigt wird, unterstreicht nur die traurige Kontinuität des Wirkens der Psychiatrie in ihrem fatalen Zusammenspiel mit der Justiz.
Eduard August Schroeder wurde am 25. Mai 1852 im schlesischen Teschen (heute: Český Těšín) geboren. Der Jurist, Soziologe und Buchautor verstarb am 16. Februar 1928.
Ursula Prem (Hrsg.)
Ursula Prem trat als Opernsängerin, Buchautorin und Bloggerin in Erscheinung. Ihre publizistische Beschäftigung mit dem Fall Mollath gab im Mai 2013 den Startschuss zur sogenannten Modellbau-Affäre. Weitere Artikel von Ursula Prem zum Thema forensische Psychiatrie sind im Internet unter www.ein-buch-lesen.de/p/gustl-mollath.html verfügbar.
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