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Neu
Das PISAster
Warum wir ein 5.000 Jahre altes Schuldesign auf den Prüfstand stellen müssen - statt unsere Kinder
ePUB
1,3 MB
DRM: Wasserzeichen
ISBN-13: 9783696747213
Verlag: BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum: 05.10.2026
Sprache: Deutsch
Barrierefreiheit: bod_epub_accessibility_none
erhältlich als:
8,99 €
inkl. MwSt.
sofort verfügbar als Download
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Mehr InfosZentrale Organisationsprinzipien heutiger Schulen sind uralt und verursachen heute zwei grundlegende Probleme: Standardisierung und Irrelevanz.
Standardisierung: Kinder werden nach Alter gruppiert und in denselben Fächern im selben zeitlichen Umfang unterrichtet. Manche kommen damit gut zurecht, viele nicht. Wer zurückfällt, bekommt keine ausreichende Lernzeit zur Lösung der Probleme. Rückstände werden über Noten dokumentiert. Beseitigt werden sie meist nicht.
Dabei ist insbesondere Sprachkompetenz eine Voraussetzung für nahezu jeden weiteren Bildungserfolg. Wer Erklärungen, Aufgabenstellungen und Lehrtexte nicht ausreichend versteht, kommt auch mit Geschichte, Erdkunde, Biologie oder Mathematik nicht zurecht.
Deshalb sollten Defizite in grundlegenden Kompetenzen oberste Priorität haben. Ein Kind mit erheblichen Sprachproblemen sollte vorübergehend mehr Deutschunterricht erhalten, auch wenn dafür andere Fächer reduziert werden müssen. Sind die Rückstände aufgeholt, wird das Lernangebot wieder breiter.
Irrelevanz: Unterricht ist nutzlos, wenn ein Kind ihm sprachlich nicht folgen kann. Eine Stunde in einem Fach, dem man sprachlich nicht folgen kann, ist für das Kind zudem sehr teuer: Diese Stunde fehlt genau dort, wo der grundlegende Lernrückstand beseitigt werden könnte.
Die zentrale These von Das PISAster lautet deshalb: Wir sollten die Standardisierungslogik der Schulbildung umdrehen.
Standardisierung heute: Wir standardisieren Fächerkataloge und Unterrichtszeiten und akzeptieren, dass Kinder sehr unterschiedliche Kompetenzen erwerben oder auch scheitern. Die Unterschiede zwischen Kindern dokumentieren wir lediglich über unterschiedliche Noten.
Standardisierung morgen: Wir definieren, welche Kompetenzen besonders wichtig sind und tatsächlich erreicht werden sollen. Fallen Kinder zurück, wird ihr Lernangebot vorübergehend schmaler und die Lernzeit auf die wichtigsten Kompetenzen konzentriert. Holen sie auf, wird das Angebot wieder breiter.
Nicht das Kind muss sich einem starren Fächerkatalog anpassen. Der Fächerkatalog passt sich stärker daran an, was das Kind gerade braucht. Und was es tatsächlich bewältigen kann.
Das Schulsystem würde dann nicht mehr vor allem über schlechte Noten und die Einsortierung in unterschiedliche Schulformen auf Leistungsunterschiede reagieren. Es würde über eine flexible Verteilung von Lernzeit reagieren. Mit einem klaren Ziel: Lernrückstände möglichst schnell beseitigen, statt sie jahrelang nur zu dokumentieren.
Standardisierung: Kinder werden nach Alter gruppiert und in denselben Fächern im selben zeitlichen Umfang unterrichtet. Manche kommen damit gut zurecht, viele nicht. Wer zurückfällt, bekommt keine ausreichende Lernzeit zur Lösung der Probleme. Rückstände werden über Noten dokumentiert. Beseitigt werden sie meist nicht.
Dabei ist insbesondere Sprachkompetenz eine Voraussetzung für nahezu jeden weiteren Bildungserfolg. Wer Erklärungen, Aufgabenstellungen und Lehrtexte nicht ausreichend versteht, kommt auch mit Geschichte, Erdkunde, Biologie oder Mathematik nicht zurecht.
Deshalb sollten Defizite in grundlegenden Kompetenzen oberste Priorität haben. Ein Kind mit erheblichen Sprachproblemen sollte vorübergehend mehr Deutschunterricht erhalten, auch wenn dafür andere Fächer reduziert werden müssen. Sind die Rückstände aufgeholt, wird das Lernangebot wieder breiter.
Irrelevanz: Unterricht ist nutzlos, wenn ein Kind ihm sprachlich nicht folgen kann. Eine Stunde in einem Fach, dem man sprachlich nicht folgen kann, ist für das Kind zudem sehr teuer: Diese Stunde fehlt genau dort, wo der grundlegende Lernrückstand beseitigt werden könnte.
Die zentrale These von Das PISAster lautet deshalb: Wir sollten die Standardisierungslogik der Schulbildung umdrehen.
Standardisierung heute: Wir standardisieren Fächerkataloge und Unterrichtszeiten und akzeptieren, dass Kinder sehr unterschiedliche Kompetenzen erwerben oder auch scheitern. Die Unterschiede zwischen Kindern dokumentieren wir lediglich über unterschiedliche Noten.
Standardisierung morgen: Wir definieren, welche Kompetenzen besonders wichtig sind und tatsächlich erreicht werden sollen. Fallen Kinder zurück, wird ihr Lernangebot vorübergehend schmaler und die Lernzeit auf die wichtigsten Kompetenzen konzentriert. Holen sie auf, wird das Angebot wieder breiter.
Nicht das Kind muss sich einem starren Fächerkatalog anpassen. Der Fächerkatalog passt sich stärker daran an, was das Kind gerade braucht. Und was es tatsächlich bewältigen kann.
Das Schulsystem würde dann nicht mehr vor allem über schlechte Noten und die Einsortierung in unterschiedliche Schulformen auf Leistungsunterschiede reagieren. Es würde über eine flexible Verteilung von Lernzeit reagieren. Mit einem klaren Ziel: Lernrückstände möglichst schnell beseitigen, statt sie jahrelang nur zu dokumentieren.
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