Das Christentum stand von Beginn seiner Existenz an in Auseinandersetzung mit der staatlichen Ordnung. Es ging dabei immer um die Frage, wem der Primat über die Weltordnung zuzuerkennen sei, der Kirche oder dem Staat. In diesem Streit spielten neben den Texten vor allem Bilder eine wichtige Rolle, in einer Zeit, in der Illustrationen die Sinne nicht wie in der gegenwärtigen Bilderflut nur reizten, sondern für die Zeitgenossen klar lesbare Botschaften enthielten. So wurden auf Mosaiken und auf Fresken in römischen Kirchen kirchenpolitische und theologische Aussagen gesendet. Im Buch wird anschaulich aufgezeigt, wie diese Darstellungen im Hinblick auf die Konfrontation der Kirchenoberen mit der weltlichen Herrschaft klare Botschaften spiegeln. Daran, wie sich schließlich die Bischöfe oder später die Päpste auf den Bildern präsentierten, kann dargetan werden, wie diese beinahe ununterbrochen um ihre herausragende Stellung in der Weltordnung rangen. Dabei ist die Gewandung der Kirchenfürsten von besonderer Bedeutung. In der Zeit vor Konstantin dem Großen waren die Bischöfe darum bemüht, sich von der Staatstracht der weltlichen Herrscher deutlich zu unterscheiden. Danach aber vollzogen sie mehr und mehr eine Angleichung ihrer Gewandung an die Tracht weltlicher Herrscher. Der Zeitraum der Untersuchung reicht von der Antike bis zum Barock.
Rainer Foß (Jahrgang 1951) war bis 2017 Lehrer für Religion und Alte Sprachen an einem Gymnasium in Schleswig-Holstein. 1994 wurde er mit der Arbeit: Griechische Jenseitsvorstellungen von Homer bis Plato promoviert. Zusammen mit Frau Meyenburg hat er zwei Reiseführer zu Rom geschrieben (Rom. Auf erprobten Wegen von der bäuerlichen Siedlung zur Ewigen Stadt, 2008 und Rom auf Berninis Spuren, 2017, dazu einen Reiseführer zu Avignon mit dem Titel: Avignon. Mehr als nur der Papst-Palast, 2022 und eine Unterrichtseinheit: Warum haben die Römer die Christen verfolgt?, 2003). Alle Schriften zeigen die kritische Nähe zur Antike und zur Kirche. Jüngst erschien von Rainer Foß und Ina Meyenburg ein Führer durch die Kapitolinischen Museen.
Ina Meyenburg
Ina Meyenburg (Jahrgang 1967) unterrichtet mit den Fächern Religion und Latein an einem schleswig-holsteinischen Gymnasium. Sie gehört zusätzlich zum Schulleiter-Team. Zusammen mit Rainer Foß hat sie zwei Reiseführer zu Rom geschrieben (Rom. Auf erprobten Wegen von der bäuerlichen Siedlung zur Ewigen Stadt, 2008 und Rom auf Berninis Spuren, 2017, dazu einen Reiseführer zu Avignon mit dem Titel: Avignon. Mehr als nur der Papst-Palast, 2022 und eine Unterrichtseinheit: Warum haben die Römer die Christen verfolgt?, 2003). Jüngst erschien von Ina Meyenburg und Rainer Foß ein Führer durch die Kapitolinischen Museen.
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