Wie können Menschen, die Verschiedenes glauben, gemeinsam denken?
Dieses kleine Buch beschreibt einen Raum, in dem das möglich ist: das Offene Weltmodell. Keine neue Lehre, kein Bekenntnis - ein Werkzeug. Es trennt drei Ebenen, die wir täglich vermischen: Wissen, Erfahrung und Deutung. Es kennt einen einzigen festen Punkt: die Würde des Menschen. Und es hat eine Regel, die alles trägt: Prüfe - gemeinsam.
Auf rund 60 Seiten entfaltet das Manifest eine Charta in zehn Artikeln, vermisst die drei großen Erkenntniswege der Menschheit - Wissenschaft, Philosophie und die spirituellen Traditionen -, erzählt vom größten Feldversuch eines gemeinsamen Ethos, der Weltethos-Erklärung von Chicago 1993, und mündet in einen praktischen Erkenntniskodex: sieben Regeln für das Denken und Streiten, vom Küchentisch bis in die Politik. Dabei räumt es unterwegs mit der Legende vom ewigen Krieg zwischen Wissenschaft und Religion auf - und bleibt streng bei dem, was sich belegen lässt.
Ein Manifest für Gläubige und Nichtgläubige, für Skeptiker und Suchende - geschrieben in der Überzeugung, dass niemand die Wahrheit allein in Händen hält. Es versteht sich als Version 1.0: Es darf wachsen, verbessert und korrigiert werden - auch durch Sie.
Erkenntnis verbindet. Wahrheit ist ein gemeinsamer Weg.
Bastian Portes ist Unternehmer. Er hat sein Berufsleben in der Praxis verbracht - im Geschäft, im politischen und im sozialen Miteinander, zwischen Menschen mit sehr verschiedenen Überzeugungen.
Den Fragen hinter den Fragen gilt seine Suche seit Jahrzehnten: durch Phasen des Nichtwissens und des vermeintlichen Wissens, des Irrglaubens und des Glaubens - und, wie er selbst schreibt, durch die eigene Arroganz und Pseudoklugheit hindurch. Eine schwere Erkrankung, die ihn sehr nah an den Tod brachte, gab den Anstoß, die Ergebnisse dieser Suche aufzuschreiben und weiterzugeben.
Das Offene Weltmodell ist sein erstes Buch. Bastian Portes lebt in Inzell in Oberbayern.
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