Der Ablauf der Zeit besteht aus einer unendlichen Reihe von Augenblicken. Die meisten von ihnen plätschern mehr oder weniger ereignislos dahin. Doch gibt es auch Augenblicke im Leben jedes Menschen, deren Bedeutung den Moment um ein unendliches überstrahlen und deren Konsequenzen unabsehbar und vom einzelnen Menschen niemals beherrschbar sind. Auch weitreichende Entscheidungen sind das Ergebnis von Erlebtem und dessen Interpretation in einem bestimmten Kontext, dem der Mensch mehr oder weniger ausgeliefert ist. So sehr er sich auch um die Beherrschung des Unbeherrschbaren bemüht und sich mit den Federn des Schöpfers schmücken möchte, bleibt er doch Gesetzmäßigkeiten unterworfen, die er eben nicht verändern kann. Allein das analoge Denken ermöglicht dem Einzelnen noch so etwas wie Klarheit über diese Zusammenhänge. Dies darzustellen und dadurch die Hoffnung auf eine menschliche und menschenwürdige Zukunft zu nähren ist die Grundmotivation dieses Buches.
Martin Ploderer ist Schauspieler und Sprecher, Regisseur und Autor. Das gesprochene und geschriebene Wort hatte immer eine große Bedeutung für ihn, doch erst spät erkannte er darin seine primäre Berufung. In einer subjektiv als Notlage erlebten Situation erkannte er die tiefe Bedeutung des Begriffs "Notwendigkeit" - der vom Wenden der Not erzählt. Die Not schreit danach, gewendet zu werden, aber gerade dann fehlt dem Menschen oft der Mut oder zuweilen auch einfach der Gedanke dazu. Schreiben ist eine solche Not-Wendigkeit, die jedoch vor allem auch die potentiellen Nöte der Leserinnen und Leser berücksichtigen muß, denen das Lesen Freude machen und gegebenenfalls auch Hilfe sein sollte.
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