Zwei Fragen ziehen sich durch dieses Buch. Wer ist Ernst-Günter wirklich und warum ist er auf dieser Welt?
Als Kind ist Ernst-Günter einfach er selbst. Er spielt, lacht, folgt seiner Neugier und sagt, was er denkt. Doch schon früh lernt er, dass es sicherer ist, wenn er Erwartungen erfüllt. Zwischen der Liebe zu seiner Mutter und der Angst vor ihren heftigen Ausbrüchen beginnt er, Teile seiner Persönlichkeit zu verstecken. Aus dem lebendigen Kind wird nach und nach ein Schauspieler. Schule und Gesellschaft setzen die Geschichte fort: Leistung, Anpassung und Erfolg werden wichtiger. Ernst-Günter möchte dazugehören, bewundert und geliebt werden. Als Jugendlicher sucht er Freiheit, Abenteuer und die große Liebe - und stolpert dabei mit erstaunlicher Treffsicherheit in Fettnäpfchen, Ängste und turbulente Beziehungen.
Jahrzehnte später blickt er auf sein Leben zurück und erkennt, wie sehr alte Prägungen seine Entscheidungen beeinflusst haben. Warum wollte er ständig gefallen? Warum fiel es ihm so schwer, Nein zu sagen und Grenzen zu setzen? Warum suchte er Liebe und lief zugleich vor echter Nähe davon? Und wie viel von dem, was er für seine Persönlichkeit hielt, war tatsächlich er selbst?
In seinen Erinnerungen begegnet er drei inneren Stimmen: dem Verstand, seinem besserwisserischen und respektlosen Ego, das er Dr. Schlau nennt, sowie ALMALI, der Stimme seines Herzens. Ihre Gespräche verleihen der wahren Geschichte eine ungewöhnliche Mischung aus Tiefgang, Selbstironie und Humor.
"Das maskierte Leben" erzählt von Kindheit und Jugend, Angst und Lebensfreude, erster Liebe, Sexualität, Familie, Schule, Freundschaft und der Sehnsucht nach Freiheit. Vor allem aber erzählt dieses Buch von einer Frage, die weit über Ernst-Günters persönliche Geschichte hinausgeht:
Wie viel von dem Menschen, der ich heute bin, bin wirklich ich - und wie viel habe ich gelernt zu sein, um geliebt, anerkannt und akzeptiert zu werden?
Eine persönliche, schonungslos offene und zugleich humorvolle Reise zurück zu sich selbst - für Menschen, die nicht länger nur funktionieren, sondern authentisch leben möchten.
Ernesto Frank verbrachte einen großen Teil seines Lebens damit, etwas aus sich machen zu wollen. Erfolg, Leistung und Anerkennung bestimmten lange seinen Weg. Er machte Karriere, wollte immer höher hinaus und war überzeugt, ziemlich genau zu wissen, wie das Leben funktioniert.
Das Leben sah das offenbar anders.
Berufliche und private Wendepunkte brachten seine Vorstellungen von Erfolg, Sicherheit und Glück durcheinander. Irgendwann tauschte er Anzug und Krawatte gegen einen Blaumann. Bei der Restaurierung alter Autos entdeckte er, ohne es je gelernt zu haben, ein handwerkliches Talent wieder, das er schon als Kind ganz selbstverständlich besessen hatte - und die Fähigkeit, vollkommen in einer Tätigkeit aufzugehen und darüber die Zeit zu vergessen. Doch auch dieser Weg verlief anders als geplant.
Nach weiteren Neuanfängen und Jahren zwischen Deutschland und Spanien begann Ernesto Frank, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, weil er verstehen wollte, warum er so geworden war, wie er war - und wer er ohne all seine Rollen, Erwartungen und Vorstellungen eigentlich ist. Beim Schreiben geschah etwas, das er bereits aus seiner Werkstatt kannte: Er tauchte so tief in seine Vergangenheit ein, dass die Zeit ihre Bedeutung verlor.
Aus der Suche nach Antworten entstand eine fünfteilige autobiografische Buchreihe - offen, selbstironisch und mit einem immer tieferen Blick auf die Muster, die sein Leben geprägt haben. Ernesto möchte seinen Lesern nicht erklären, wie sie leben sollen. Stattdessen möchte er sie durch seine eigene Geschichte ermutigen, sich selbst Fragen zu stellen - und vielleicht dabei auch etwas über sich selbst zu entdecken.
Heute misst er Erfolg weniger daran, was er besitzt oder erreicht, sondern daran, wie sehr sein Leben mit dem übereinstimmt, was ihm Sinn schenkt. Und vielleicht ist seine wichtigste Erkenntnis zugleich die einfachste:
Das interessanteste Leben beginnt möglicherweise dort, wo wir aufhören, jemand sein zu wollen - und anfangen herauszufinden, wer wir wirklich sind.
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