Schlagworte: Robinson Crusoe Lebensgeschichte, Seefahrt und Überleben, Abenteuerroman des 17. Jahrhunderts, Isolation und Selbstbehauptung, Reisen über Ozeane und Kontinente
Das Leben und die erstaunlichen Abenteuer des Robinson Crusoe liegt hier in einer Fassung vor, die sich bewusst von dem bekannten Bild dieses Stoffes löst. Diese Ausgabe folgt der französischen Robinson-Tradition des Jahres 1763 und zeigt einen Robinson, der nicht auf das berühmte Inselabenteuer reduziert wird, sondern als Mensch in einem langen Lebensweg sichtbar wird. Über einen Zeitraum von rund sechzig Jahren begleitet der Text Robinson durch Jugend, Reife und Alter und macht ihn nicht nur als Abenteurer, sondern als sich wandelnde Persönlichkeit erfahrbar. Diese Ausgabe vereint vier ursprünglich getrennte Bände in einem einzigen Werk. Der vollständige Text wurde ohne Kürzungen neu gesetzt und als geschlossene Gesamtausgabe zusammengeführt, sodass Robinson Crusoes Lebensweg lückenlos und in seiner gesamten erzählerischen Weite erfahrbar wird.
Die Erzählung entfaltet sich ruhig, weit und ohne Verkürzungen und erlaubt es, Robinsons Erfahrungen in ihrer ganzen Ausdehnung zu begleiten. Sie führt durch Isolation, Arbeit, Zweifel, religiöse Deutung, wirtschaftliches Handeln und erneutes Aufbrechen und lässt Entwicklungen sichtbar werden, die in vielen späteren Fassungen gekürzt oder vollständig ausgelassen wurden. Gerade durch diese zeitliche Weite entsteht ein anderes Lesen, ein Lesen mit Geduld, Aufmerksamkeit und innerer Beteiligung.
Der Text wurde vollständig neu gesetzt und in modernes, gut lesbares Deutsch übertragen, ohne den Umfang oder die innere Struktur der historischen Vorlage zu verändern. Ziel dieser Ausgabe war es nicht, den Stoff zu vereinfachen, sondern ihn in seiner ursprünglichen Weite erfahrbar zu machen. Die sachlich in Schwarz-Weiß wiedergegebenen Kupferstiche fügen sich zurückhaltend in den Text ein und unterstreichen den dokumentarischen Charakter dieser Ausgabe.
Mit ihrem großformatigen Satz und dem außergewöhnlichen Umfang versteht sich diese Veröffentlichung zugleich als Lese- und Referenzwerk. Sie richtet sich an Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich auf ein konzentriertes, längeres Lesen einzulassen und einen Robinson kennenzulernen, der sich deutlich von gängigen Erwartungen unterscheidet.
Der Umfang dieser Ausgabe ist über 645000 Wörter und über 4.195.000 Zeichen!!!! Diese Zahlen stehen nicht für Größe um ihrer selbst willen, sondern für die bewusste Entscheidung, einen Lebensweg über Jahrzehnte hinweg vollständig zu erzählen.
Horst Fischer versteht sich als literarischer Hobbyarchäologe des Projekts LostBooks. Er beschäftigt sich mit dem Auffinden, der Sichtung und der editorischen Aufbereitung historischer Texte des 18. und 19. Jahrhunderts, die in späteren Ausgaben häufig verkürzt, vereinfacht oder aus dem literarischen Bewusstsein verdrängt wurden. Sein Interesse gilt dabei insbesondere den Randformen der Literaturgeschichte und den Fassungen, die abseits des kanonischen Hauptstroms entstanden sind.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht das vollständige Erzählen. Umfang und Langsamkeit begreift er nicht als Mangel, sondern als notwendige Voraussetzung, um historische Stoffe in ihrer inneren Weite erfahrbar zu machen. Seine Ausgaben verzichten bewusst auf Zusammenfassungen, inhaltliche Glättungen oder erläuternde Eingriffe und richten sich an Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich auf lange und konzentrierte Lektüren einzulassen.
Mit dieser Ausgabe von Das Leben und die erstaunlichen Abenteuer des Robinson Crusoe legt Horst Fischer eine editorische Gesamtausgabe vor, die einem Robinson folgt, der sich deutlich vom allgemein bekannten Bild unterscheidet. Über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten wird ein Lebensweg sichtbar, der von Wandlung, Alter und Widersprüchen geprägt ist. Die Übertragung ins moderne Deutsch erfolgt mit dem Ziel, Lesbarkeit zu ermöglichen, ohne den historischen Charakter des Werkes aufzugeben.
Horst Fischer versteht seine Veröffentlichungen als Lese und Referenzwerke zugleich. Sie sollen entschleunigen, den Blick schärfen und das Lesen wieder als fortdauernde Auseinandersetzung mit Texten aus einer anderen Zeit erfahrbar machen. Seine Arbeit richtet sich an Menschen, die Literatur nicht als schnellen Konsum begreifen, sondern als Raum für Geduld, Aufmerksamkeit und Tiefe.
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