Der Weihnachtszauber ist nicht weg. Er ist nur leiser als ich.
Laura und Lennox dürfen auf den Weihnachtsmarkt. Zwischen Lichterketten und Schnee hören sie ein feines Klingen, den Weihnachtszauber. Doch je lauter es um sie herum wird, desto leiser wird er.
Lennox rennt von Bude zu Bude. Laura bleibt stehen und traut sich nicht mehr weiter. Und plötzlich hilft auch nichts mehr, was ihnen sonst immer hilft.
In einer stillen Gasse neben der Bäckerei entdecken die beiden etwas, das sie jederzeit selbst können: die Kerze machen. Hände zur Höhle, dreimal warm hineinpusten. Und auf einmal ist das Klingen wieder da. Es war nie weg.
Eine warme Weihnachtsgeschichte über zu viel Trubel, über das Leiserwerden und über einen Zauber, der die ganze Zeit gewartet hat. Mit einer Mitmachseite zum Nachmachen und einer Ausmalseite am Schluss.
Ein Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren aus der Kollektion Kleine Herzen, große Geschichten.
Katharina Etzel lebt mit ihrer Familie in Freudenberg am Main, einem kleinen Ort zwischen Fluss und Wald im Main-Tauber-Kreis. Geschrieben wird abends, wenn es im Haus endlich still ist.
Ihre Bilderbücher entstehen dort, wo der Alltag mit kleinen Kindern laut wird: beim Zuvielwerden, beim Zuschnellsein, beim Nichtweiterwissen. An dem Punkt, an dem Erwachsene gern sagen, jetzt beruhig dich doch mal, und das Kind genau das nicht kann. Aus solchen Momenten wächst jede ihrer Geschichten.
Die Hauptfiguren sind echte Kinder. Ihre eigenen, Laura und Lennox, aber auch Kinder aus dem Umfeld der Familie: Geschwister, Nachbarskinder, Freunde. Jedes Buch beginnt mit einer Eigenheit, die ein Kind tatsächlich mitbringt, und mit der Frage, was diesem Kind helfen würde. Deshalb ähnelt keine Geschichte der anderen.
So ist die Kollektion Kleine Herzen, große Geschichten entstanden: eigenständige Bilderbücher, die jeweils ein großes Gefühl ernst nehmen. Zu viel Trubel, zu viel Tempo, zu viel Wut, zu viel Angst vor Veränderung. Jedes Buch verbindet dabei dasselbe: ein echtes Gefühl, eine magische Welt, eine Regel, die in dieser Welt gilt, ein Werkzeug für den Alltag und einen Satz, der bleibt.
Kein Kind wird darin repariert. Keines lernt am Ende, leiser oder langsamer oder braver zu sein. Jedes bekommt etwas in die Hand, das es selbst kann, und darf so bleiben, wie es ist. Für Kinder steckt darin die Botschaft: Ich bin nicht falsch. Für Eltern ein Bild und ein Gesprächseinstieg, ohne erhobenen Zeigefinger.
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