Das Haus am Ende der Gleise erzählt von einer solchen Reise. Über sechsunddreißig Stationen. Durch Nebel, durch einen Turm, in dem tausend Uhren schlagen, von einem Blick, der jeden Grashalm sieht. Bis kein Platz mehr bleibt für einen klaren Gedanken. Von dem Mantel, den man trägt, um durchzukommen. Und vom Warten, ganz still, bis aus dem Schwarz ein Grau wird. Am Ende der Gleise steht ein Haus, in dem ein Licht brennt. Es ist die Reise eines autistischen Lebens, von innen erzählt. Und zugleich die Reise von jedem, der schon einmal darauf gewartet hat, dass es hell wird.
Ich bin Michael Pfeiffer, geboren 1987, wohnhaft mitten im Ruhrgebiet.
Ich trage kein Lehrbuch in mir und keine fremden Theorien. Das, was auf diesen Seiten steht, kenne ich nicht vom Hörensagen, sondern von innen heraus. Aus jedem einzelnen Tag, den ich fahre. Es ist einfach die Art, wie ich die Welt erlebe: meistens zu laut, oft alles gleichzeitig, manchmal erschöpfend überwältigend und im nächsten Moment wieder voller leiser, wunderschöner Wunder.
Wenn ich nicht schreibe, findet man mich manchmal draußen mit der Kamera, auf der Suche nach dem einen Ausschnitt, in dem die Welt für einen Moment still wird. Oder an der Gitarre. Oder einfach mit Kopfhörern und Musik, die laut genug ist, um alles andere leiser zu machen.
Das Schreiben ist eine meiner kleinen Stärken, glaube ich. Es ist eines der wenigen Dinge, bei denen die vielen Dinge in meinem Kopf sich für einen Moment ordnen und nacheinander aus der Tür treten, statt alle gleichzeitig. Auf dem Papier finde ich die Sprache, die mir im Gespräch oft fehlt. Diese tiefe Sprache, die ich sonst so schwer übersetzen kann.
Dieses Buch ist der Versuch, sie mit dir zu teilen
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