Eine Unterschrift beendet Verhandlungen. Aber schafft sie auch Frieden?
Fritz J. Bicker betrachtet historische Friedensordnungen aus einer ungewöhnlichen Perspektive: als Projekte mit Zielen, Interessen, Verantwortlichkeiten und einer Umsetzung, die oft erst nach dem feierlichen Vertragsabschluss beginnt.
Vom Nikiasfrieden über die Pax Romana und den Westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongress, Versailles und dem Marshallplan untersucht dieses Buch, was Friedensordnungen tragfähig macht und woran sie scheitern. Als analytischer Rahmen dienen die sechs Phasen der Schweizer Projektmanagementmethode HERMES. Dabei werden historische Fakten, methodische Einschätzungen und persönliche Bewertungen sichtbar unterschieden.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, die weit über die Geschichte hinausreichen: Wer fehlt am Verhandlungstisch? Was bedeutet Erfolg für die verschiedenen Beteiligten? Wer trägt die Verantwortung, wenn die Unterschriften gesetzt sind? Und wie wird aus einer Vereinbarung ein funktionierender Alltag?
Mit Illustrationen, vergleichenden Phasenbewertungen, Glossar und Quellenverzeichnis verbindet "Das grösste Projekt der Welt II - Frieden" Geschichte, Organisationspsychologie und Projektmanagement. Ein Sachbuch für Menschen, die historische Entscheidungen verstehen und über Führung, Zusammenarbeit und die Bedingungen eines dauerhaften Friedens nachdenken möchten.
Fritz J. Bicker beschäftigt sich mit Unternehmensorganisation, Organisationspsychologie und Projektmanagement. In seinen Büchern betrachtet er gesellschaftliche und historische Fragen aus der Perspektive eines Organisators: Wie entstehen tragfähige Entscheidungen? Wie werden Verantwortlichkeiten geklärt? Und weshalb scheitert die Umsetzung trotz guter Absichten?
In "Das grösste Projekt der Welt II - Frieden" verbindet er historische Friedensordnungen mit Fragen der Führung, Zusammenarbeit und praktischen Umsetzung. Sein Blick gilt dem, was nach einer Vereinbarung beginnt: der Arbeit an einem System, das im Alltag bestehen muss.
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