Als Svea nach zwei Tagen aus dem Koma erwacht, sagt man ihr, ihr Nachbar Henner Jansen habe den Notruf gewählt. Er habe auch ihr Smartphone mitgegeben. Nur hat Svea keine Nachbarn. Ihr reetgedecktes Haus steht ganz allein auf weiter Flur. Das Smartphone hatte im Außenfach ihrer Tasche gesteckt. Wer, um alles in der Welt, mochte Henner Jansen sein, der ihr unbestritten das Leben gerettet hat, als eine vom Blitz gefällte Kiefer Dach und Wand einstürzen ließ. Etwas später steht ein großgewachsener, äußerst ärmlich gekleideter Mann vor der Tür ihres Krankenzimmers, in der Hand einen völlig zerbeulten Aluminiumkoffer, auf der Schulter eine fleckige Tasche. Svea erkennt erst auf den zweiten Blick ihr Eigentum, aber schon nach wenigen Worten, dass der Fremde mehr als ein Geheimnis haben muss.
Sina Blackwood (Pseud.) wurde 1962 in Sebnitz geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit inmitten der Natur. Das hat sie geprägt und spiegelt sich auch in ihren Werken wider. Durch den Umzug ihrer Familie nach Dresden entdeckte sie ihre Liebe zu Museen und Kunstsammlungen. Nach dem Gymnasium verschlug es sie für einige Jahre an die Ostsee. Inspiriert durch die Schönheit der Landschaft begann sie mit dem Schreiben und hörte nicht mehr auf. Bis März 2026 veröffentlichte sie über 70 Bücher, diverse Hörbücher, sowie zahlreiche Kurzgeschichten in Anthologien und Online-Magazinen. Seit dem Jahr 1996 lebt sie in Chemnitz. Sie war mehrere Jahre Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband. Seit 2016 macht sie sich auch als Herausgeberin für Anthologien einen Namen.
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