Bali, im Frühjahr 1963: Die achtzehnjährige Lea verbringt ihren Sommer auf den Gewürzplantagen ihrer Stieffamilie. Ihr privilegiertes, friedliches Leben ändert sich, als sie die versteckten Tagebücher ihrer leiblichen Mutter findet. Berlin 1939: Emma, eine junge, idealistische Hebamme wird mit Euthanasie und Diskriminierung konfrontiert. Mit gefälschten Papieren fliehen sie und ihr jüdischer Ehemann aus Nazideutschland nach Shanghai. Gegen den Willen ihres Mannes engagiert sich Emma im jüdischen Viertel in der Geburtshilfe und kämpft mit kulturellen Unterschieden, befremdlichen Traditionen und Heilmethoden. Mitgefühl und Trotz sind oft ihre einzigen Anker. Nach der japanischen Besetzung Shanghais, droht ihre wahre Identität erneut aufzufliegen. In diesen Zeiten der Angst und Verzweiflung entwickelt sich eine verbotene Liebe. Emmas Entscheidungen werden sich über Generationen hinweg auswirken. Ihre Tochter Lea liest Jahrzehnte später in verblassten Seiten ihr Vermächtnis aus Schweigen, Schuld und Wahrheit.
Inmitten der Asche des Krieges und dem Duft von Vanille wird das Geheimnis einer Frau das Schicksal einer anderen neu schreiben.
Katja Horter wurde 1971 geboren. Die Physiotherapeutin lebt in der Nähe von Nürtingen. Bei einem Besuch in Shanghai stieß sie auf einen abgelegenen Bereich am westlichen Ufer des Huangpu Flusses. Das ehemals jüdische Ghetto Hongkew war nach der Reichskristallnacht 1938 die letzte Zuflucht für 18000 jüdische Flüchtlinge. Ihr Roman führt den Leser an diesen weit entfernten, unbekannten Ort während eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte und gleichzeitig in die Gegensätzlichkeit der tropischen Plantagen Balis der 1960er Jahre.
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