Die Sünde ist ein inhärenter Teil des menschlichen Wesens. Dieses böse, undefinierbare Etwas in uns, einem dunklen Geist oder Teufel zuzuschreiben, zieht uns aus der Verantwortung. Wir Menschen sind nun einmal mangelhaft, unrein, befleckt... Die ersten Sünder, Marie und Yu, wissen das genau. Sie wurden belegt mit einem Fluch, der ihr Fortleben an ihre Sünde, den Baum des Lebens, bindet. Ein Geheimnis. Ein Schlüssel und ein Schloss. Eine Welt, in der alle Tiere erloschen sind. Im wohl frühsten Akt des Anti-Feminismus hat der unersättliche Parasit Mensch sich Mutter Erde untertan gemacht. Kinder höchster Qualität werden in Schulen gezüchtet wie Tiere... Auf einer Reise zu dem Verständnis einer Welt, die sie als Ware hält, schließen sechs Schüler einen Pakt, der ihr Leben für immer verändert.
Als achtzehnjähriger Autor, Aktivist und Überlebender des Systems Schule stach mir besonders ins Auge, wie viel Wert Menschen auf ihre eigenen Meinungen legen. Tag für Tag polieren sie ihr positives Selbstbild und unterfüttern ihr Ego. Niemand traut sich, die göttliche Waage der Dissonanz kippen zu lassen, niemand traut sich zuzugeben, heuchlerisch zu sein. Die exploiTIERenden Strukturen dieser Welt sind wie ein Spinnennetz, an dem wir festkleben. Es ist ermüdend, sich dagegen zu wehren, also akzeptieren wir die Realität. Wie Franz Kafka schon sagte: »Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle anderen ableiten: Ungeduld und Lässigkeit.« Wenn Menschen, auf deren Rücken unterdrückerische Systeme fußen, zu träge, eigensinnig oder selbstsüchtig sind, sich aus freiem Willen freizumachen, bleibt uns dann etwas anderes übrig, als ihnen den Rücken zu brechen?
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.