In Wendheim verlieren die Erwachsenen an ihrem dreißigsten Geburtstag das Staunen. Sie hören auf zu fragen. Sie werden wunderblind. Leni ist zwölf und hat mehr Fragen als jedes andere Kind im Dorf. Warum summt Mama und singt nicht mehr? Warum leuchten die Sterne? Können Hefepilze träumen? Ihr Kopf ist ein Ameisenhaufen voller Fragezeichen. Doch bald wird auch ihr Vater dreißig, und das Licht in seinen Augen wird erlöschen. Als sie einem geheimnisvollen Jungen begegnet, der seit dreihundert Jahren allein in einem Turm wartet, erfährt sie: Nur eine einzige Frage kann den Fluch brechen. Eine Frage, die tief in ihr verborgen liegt und die zu stellen mehr Mut erfordert als alles andere. Doch der Preis ist unvorstellbar. Wer die Frage stellt, verliert seine eigenen Fragen. Für immer. Leni muss sich entscheiden: Rettet sie die Menschen, die sie liebt, und opfert, was sie am meisten ausmacht? Oder bewahrt sie ihre Neugier und sieht zu, wie ihr Vater in die Stille versinkt? Mit Leni, Elias und Mia erzählt Marcel Tobien von drei Kindern, die sich gegen das Vergessen wehren und entfaltet dabei ein Abenteuer voller Spannung, Wärme und unvergesslicher Figuren. Ein Vater, der mit dem Kaffee spricht. Ein Junge, der seinen eigenen Namen vergessen hat. Eine Bürgermeisterin, die ihre Kinderfragen von den Wänden kratzte. Und eine Truhe, die ein Geheimnis birgt, das alles verändert. »Das Dorf der letzten Fragen« berührt Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Kinder lesen ein magisches Abenteuer über Freundschaft, Mut und die Kraft der Neugier. Erwachsene lesen eine Geschichte über alles, was sie selbst verloren haben und finden sich in einer einzigen Frage wieder: Wann habe ich aufgehört zu staunen? Für alle, die »Momo«, »Die unendliche Geschichte« und »Der kleine Prinz« lieben. Ein Kinderbuch zum Vorlesen ab 8 Jahren und zum Selberlesen ab 10 Jahren. Pädagogisch wertvoll: stärkt Selbstwertgefühl, Empathie und kritisches Denken. Mit einem persönlichen Brief des Autors an seine jungen Leserinnen und Leser. Eine Geschichte über Familie, Zusammenhalt und die Fragen, die wirklich zählen.
Marcel Tobien wurde in Berlin geboren und lebt seit vielen Jahren mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Weggis am Vierwaldstättersee in der Schweiz. Als studierter Philosoph stellt er die großen Fragen am liebsten in Geschichten. Über zehn Jahre lang arbeitete er an der »Farben-Saga«, einer sechsteiligen Fantasy-Thriller-Reihe für Erwachsene. Mit »Das Dorf der letzten Fragen« schrieb er sein erstes Kinderbuch. Eine Geschichte, die aus der Frage entstand, die ihn selbst als Kind am meisten beschäftigte: Bin ich genug? Er findet: Die Antwort war immer: Ja.
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