Das Buch ist eine Art Zeitreise ins 16. Jahrhundert. Die historischen Daten, Namen und Fakten beruhen auf Tatsachen, die ich in Chroniken, Sachbüchern, im Internet, Archiven und vor Ort recherchiert habe. Obwohl der Konflikt des Landshuter Erbfolgekrieges gerade mal neun Monate dauerte, zählt er zu den schlimmsten Auseinandersetzungen, die es bis zu dieser Zeit gegeben hat. Eine wesentliche Rolle spielt hier die systematische Zerstörung aller Lebensgrundlagen wie Ernten und Wasserversorgung. Zu leiden hat dabei vor allem das einfache Landvolk. Viele Ortschaften, vor allem im süddeutschen Raum, müssen im Laufe dieses Krieges erst durch die eine Partei, dann meist wenig später der anderen, Plünderungen erdulden. Ein Grund hierfür sind die vielen beteiligten Adelshäuser, die sich allesamt eigene Vorteile von dem Konflikt erhoffen. Dieser Krieg, der als Bayerische Fehde ebenso bekannt ist, selbst auf den italienischen Alpenraum ausstrahlt, gilt er gemeinhin als erster europäischer Konflikt. Mein Buch soll mahnen den Frieden zu schätzen. Krieg kann nie eine Lösung sein, denn jede Auseinandersetzung kennt meist nur Verlierer. Umso dringender scheint die Erinnerung zu sein an eine grausame Zeit, in der nicht der Frieden, sondern der Krieg vor allem im Bayernland den schrecklichen Alltag bestimmt. Unbeschönigt habe ich diesen bestialischen, erbarmungslosen Kampf voll Mord und Brand, voll grotesker Episoden und handfester Gräuel von der Oberpfalz bis Tirol, von Schwaben bis ins Innviertel, vom Rheinland bis zum Bodensee in spannenden Kurzgeschichten beschrieben. Das Übel in dieser Zeit lässt sich ohne Schauder und Entsetzen kaum beschreiben. Dieser kurze Krieg hat Grausamkeiten hervorgebracht, die die Betroffenen noch jahrelang mit schrecklichen Albträumen verfolgte. Das traurige Kapitel unserer Geschichte soll nicht nur eine einseitig bemalte Kulisse, sondern durch diesen Roman eine ganze Welt vor den Lesern entstehen lassen. Etwas über fünfhundert Jahre trennen uns von den hier beschriebenen Menschen. Meine Leser blicken in eine traurige Welt des Umbruchs und Untergangs. Vielleicht stellen sie fest, dass sie nicht nur gut unterhalten werden, sondern auch etwas über die Vergangenheit und über das Wesen der menschlichen Natur gelernt haben.
Thomas Zenkner, geb. 28.10.1964 in Schwandorf, wohnhaft in Wackersdorf, Bergmannstraße 5, arbeitet im Funkhaus Regensburg, ist ein Hobbyhistoriker, der schriftstellerisch tätig ist.
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