Als Leon und die Besatzung an Bord der H.U.e.T.i das Bewusstsein wiedererlangen, stehen sie vor den Trümmern ihrer Gewissheiten. Diese Grenzgänger einer Zivilisation haben mit Das Aurora-Archiv: Wir sind die Erinnerung den Sprung ins Unbekannte gewagt. In den staubigen Grenzgebieten des Alls prallen verschiedene Zivilisationen aufeinander, die sich in unterschiedlichen Epochen des Fortschritts befinden. Gezeichnete Krieger, deren Körper von alten Apparaturen durchdrungen sind, prägen diese Welt, und schattenhafte Wesen nähren sich von den Erinnerungen der Lebenden. Neben fremden Völkern mit undurchsichtigen Absichten lauert eine ganz eigene Herausforderung: der Einfluss der Nanobot-Technologie. Inmitten von Schmieröl und hochkomplexer Programmierung verschwimmen die Grenzen zwischen Materie und Identität. Ein lautloser Kampf um das eigene Ich entbrennt. Was bleibt vom Menschen übrig, wenn künstliche Systeme ihn überflügeln? Jenseits jeder Logik erwachen Fragen, die älter sind als die Galaxie: Woher kommt das Leben? Was ist eine Seele? Dieses vielschichtige Epos bildet den perfekten Einstieg in eine gewaltige Reise. Als erster Teil einer mehrbändigen, fortlaufenden Saga bildet Das Aurora-Archiv gemeinsam mit der Ich bin Vidia-Reihe ein einziges, großes Universum, eine lebendige Welt, die ganz ohne explizite Gewalt auskommt. Leon und die Besatzung müssen entscheiden, wie weit sie für die Wahrheit gehen wollen. Mut und Freundschaft werden zur einzigen Währung in einem Kosmos, in dem die Grenze zwischen Vorstellungskraft und Wirklichkeit längst gefallen ist.
Marcel Radwanski, geboren 1987 in Castrop-Rauxel, wuchs im Dortmund der 90er Jahre auf, zwischen dem Erbe von Stahl und Kohle und dem Prozess ihres Abbaus. Das Spannungsfeld zwischen der Zerstörung der Umwelt und dem Versuch, der Natur ihren Platz zurückzugeben, prägt bis heute seinen Blick auf die Welt. Nach seinem Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum widmete er sich zunächst dem Songwriting. Heute liegt sein Fokus als Schriftsteller auf Science-Fiction-Romanen, in denen er diese tief verwurzelte Zerrissenheit in neue Welten und kontinuierlich wachsende Geschichten übersetzt.
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