Als Jan Hoßfeld Anfang 2025 sein Unternehmen verkauft, rechnet er damit, noch lange gebraucht zu werden. Doch das Telefon bleibt erstaunlich still. Die Firma läuft weiter. Für jemanden, der sechzehn Jahre Verantwortung getragen hat, ist das Erfolg und Zumutung zugleich.
Begonnen hatte alles 2009 als Provisorium. Hoßfeld steigt in das kleine Softwareunternehmen seiner Familie ein, eigentlich nur für zwei Jahre. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Ende 2010 wird daraus eine Aufgabe, die sein Leben für viele Jahre bestimmen wird.
In den folgenden Jahren erlebt er, wie schnell ein Unternehmen von einzelnen Menschen abhängig werden kann - von ihrem Wissen, ihren Entscheidungen, ihren Kontakten und ihrer ständigen Verfügbarkeit. Er beginnt, diese Abhängigkeiten Stück für Stück abzubauen: Wissen bekommt feste Orte, Arbeit wird sichtbar, Rollen werden klarer und Entscheidungen wandern dorthin, wo sie getroffen werden sollen.
Dabei stößt Hoßfeld auf einen unbequemen Widerspruch: Wer ein Unternehmen handlungsfähiger machen will, muss irgendwann auch die eigene Bedeutung darin kleiner machen.
"Damit es ohne mich geht" ist eine persönliche Unternehmergeschichte über Führung, Abhängigkeit, Verantwortung und Loslassen - und über die Frage, was es wirklich braucht, damit ein Unternehmen auch ohne die Person funktioniert, bei der lange alles zusammenlief.
Für Unternehmer, Nachfolger und Führungskräfte in gewachsenen Unternehmen.
Jan Hoßfeld stieg 2009 in das Softwareunternehmen seiner Familie ein und blieb sechzehn Jahre. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters übernahm er früh unternehmerische Verantwortung und führte das Unternehmen später als Geschäftsführer und Gesellschafter. 2025 verkaufte und übergab er den Betrieb.
Die Erfahrungen aus diesen Jahren - mit Wachstum, Führung, Abhängigkeiten und dem eigenen Loslassen - bilden den Hintergrund dieses Buches.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.