Mathematik ist nicht nur präzise - sie ist überwältigend schön.
In "Chaos, Kunst und Algorithmen" entführt der Mathematiker Siegfried Genreith seine Leserinnen und Leser in die faszinierende Welt der Fraktale. Aus abstrakten Zahlenfolgen entstehen magische Formen, leuchtende Farbexplosionen und Strukturen von atemberaubender Tiefe. Was auf den ersten Blick wie digitale Fantasie wirkt, gründet auf klaren mathematischen Gesetzen - und führt doch in Räume, die wie aus einem Traum erscheinen.
Im Zentrum stehen die legendären Mandelbrot- und Julia-Mengen, deren unerschöpfliche Vielfalt seit ihrer Entdeckung Generationen von Forschern und Künstlern begeistert. Winzige Veränderungen in den Parametern eröffnen immer neue Universen aus Symmetrien, Spiralen, Explosionen und organisch anmutenden Gebilden. Jede Grafik ist das Ergebnis komplexer Algorithmen - und zugleich ein einzigartiges Kunstwerk.
Genreith verbindet mathematische Präzision mit künstlerischem Gespür. Seine eigens entwickelte Software ermöglicht hochauflösende Expeditionen in Regionen, die bis zur fünfzehnten Nachkommastelle genau bestimmt werden müssen - eine Reise in unendliche Tiefen, in denen sich Strukturen in immer neuen Variationen selbst ähneln, ohne sich je zu wiederholen.
Besonders eindrucksvoll sind die Kompositionen, in denen fraktale Welten mit Naturfotografien verschmelzen. Hier begegnen sich Realität und Berechnung, Ordnung und Chaos, Wissenschaft und Fantasie. Die Grenzen verschwimmen - und es entsteht eine neue, überraschende Ästhetik.
Dieses Buch ist Bildband, Expeditionstagebuch und Hommage an die Schönheit der Mathematik zugleich. Es lädt dazu ein, genauer hinzusehen, sich treiben zu lassen - und die Poesie hinter den Algorithmen zu entdecken.
Siegfried Genreith, 65, ist Mathematiker, verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in der Eifel. Nach Abschluss seines Studiums an der Universität Köln arbeitete er mehr als drei Jahrzehnte bei einem weltweit führenden IT-Unternehmen als IT-Architekt und Chefdesigner in der Betreuung internationaler Großkunden aus der Banken- und Versicherungsbranche. Neben seinen Hauptaufgaben schrieb er dabei seit den frühen 90er Jahren immer wieder einmal Artikel für Fachzeitschriften. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht mit wissenschaftlichen und populären Schwerpunkten, einige davon unter seinem Pseudonym Friedegis Heintger.
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