Kairo, im Süden. Bei Tag ist Levana nur eine Frau - und der Feind, der seit zwölftausend Jahren nicht schläft, lädt sie an einen Tisch aus Glas, in den einzigen Raum, in den die Sonne den ganzen Tag fällt. Er will nicht kämpfen. Er will, was ihre Linie seit Uruk hütet.
Achet-Aton, um 1335 v. Chr. Eine Amme trägt ein Kind mit zwei Namen durch eine Stadt, die keinen Schatten kennt, und verbirgt das Zeichen eines Kauzes in einem Blatt. Und in der letzten Nacht von Atlantis singt eine Frau am Kai gegen ein Meer, das längst entschieden hat.
Nergal wird schwächer. Halla kommt nach, obwohl niemand es wollte. Und je weiter Levana nach Süden kommt, desto weniger Nacht bleibt ihr - bis ein Tag kommt, an dem die Nacht gar nicht mehr kommt. Im begrabenen Achet-Aton steht sie vor der Wahrheit, die ihre Linie viertausend Jahre verschwiegen hat: Diese Gabe lässt sich nicht halten. Nur zurückgeben. Oder weitergeben.
Das Licht der Vielen beschließt die Blutweiss-Trilogie - ein Roman über geliehene Zeit, über das Ende einer Linie und über den Anfang von etwas, das erst noch einen Namen brauchte.
Jonathan B. Stoker ist das Pseudonym eines deutschsprachigen Autors dunkler historischer Fantasy. In der Blutweiss-Saga verbindet er den Mythos des Alten Orients mit der Geschichte einer uralten Blutlinie. Das Licht der Vielen ist der abschliessende dritte Band der Trilogie.
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