Istanbul, drei Wochen danach. Levanas Wunde heilt schneller, als sie es sich erlauben darf und dann kommt der Ruf: jener Zug im Blut, den eine Tochter der Linie höchstens zweimal im Leben spürt. Die Älteste will sie sehen. Und Ninshubur ruft niemanden ohne Grund.
Was Levana erfährt, reicht tiefer als jede Erinnerung der Linie. Bis nach Uruk, wo ein König, der zu zwei Dritteln Gott ist, zum ersten Mal einen Gleichen findet. Bis nach Babylon, wo eine Magd ein Blatt bewahrt, das kein Schreiber lesen kann. Bis zu einer Quelle, älter als jede Macht, die sich auf sie beruft versunken unter dem Wasser eines Stausees in Ostanatolien.
Der Ekur will sie nehmen. Die Zwölf wollen sie bewachen. Levana will sie zerstören. Erst am Grund des ertrunkenen Tals begreift sie, dass alle drei dieselbe falsche Antwort geben.
»Das Siegel der Ersten« führt die Blutweiss-Saga in die Tiefenzeit ein Roman über geliehene Kraft, über Treue, die man sich nicht aussucht, und über das, was man nur schenken kann.
Jonathan B. Stoker ist das Pseudonym eines deutschsprachigen Autors dunkler historischer Fantasy. In der Blutweiss-Saga verbindet er den Mythos des Alten Orients mit der Geschichte einer uralten Blutlinie. Seinen bürgerlichen Namen kennt nur der Verlag.
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