Der Münsterländer machte Platz und hechelte mit Blick auf die durchwühlte Grube, aus der ein süßlicher Geruch aufstieg. Es kam vor, dass Dachse ihre Beute tief vergruben und nicht mehr zu ihrem Aas zurückkehrten. Das, worauf der Förster jetzt blickte, war nicht die Beute eines Dachses. Der Verwesungsgeruch wurde schnell unerträglich, nur dem Hund schien es nichts auszumachen. Für die Kommissare Marek Quint und Thomas Leidtner ist es ein neuer Fall, der für beide einen ungewöhnlichen Verlauf nimmt. Während Marek zum Erkennungsdienst des LKA Berlin versetzt wurde und die Spurensicherung am Leichenfundort leitet, wird Thomas als Mordermittler von seinem neuen Chef aus den Ermittlungen herausgedrängt. Thomas wagt daraufhin einen Alleingang und wird dabei von Marek und der Gerichtsmedizinerin Kerstin Sander unterstützt.
Ole Roelof Börgdahl wurde 1971 in Skellefteå, in der schwedischen Provinz Västerbottens län, geboren. Dort verbrachte er auch seine ersten Lebensjahre. Später wuchs er sowohl in Malmö als auch in Lübeck auf. Nach dem Studium der Ekonomi an der Lunds Universitet und der Produktionstechnik an der Universität Bremen arbeitete Ole R. Börgdahl als selbständiger Berater für Industrieunternehmen in verschiedenen Ländern Europas. Neben seinem beruflichen Engagement hat er vor mehr als zwanzig Jahren mit dem Schreiben belletristischer Literatur begonnen. Seine Genres sind vor allem umfangreich recherchierte historische Romane sowie spannende Krimis und Thriller. Das Lesen ist für Ole R. Börgdahl ein wichtiges Element des Schreibens. "Ich habe keine Lieblingsbücher, ich kann aber Bücher nennen, die mich beeindruckt haben. Hierzu gehört der Zyklus Rougon-Macquart von Émile Zola und Suite Francaise von Irène Némirovsky. Bei Zola gefällt mir die reiche Sprache, bei Suite Francaise hat mich das Schicksal von Irène Némirovsky bewegt."
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