Inmitten von Braunkohletagebauen und chemischen Fabriken musizierte einst ein Sinfonieorchester auf Bitterfelder Wegen. Dass es mit der Uraufführung eines eigenen Auftragswerkes auch noch Musikgeschichte schrieb, ist so gut wie unbekannt - und wird hier durch Fred-Gerrit Griepernau basierend auf persönlichen Erinnerungen und fundierter Recherche dokumentiert: Der Autor wirkte als jugendlicher Geiger mit, als das Sinfonieorchester des Bitterfelder Kulturpalastes 1978 die "Sieben Orchesterstücke" des renommierten Komponisten Günter Kochan uraufführte. In diesem Buch offenbart er die Entstehungsgeschichte dieser für Bitterfeld bedeutenden Komposition, erklärt interessante Hintergründe zu ihrer ursprünglichen Bezeichnung "Bilder aus dem Kombinat" und nimmt das fünfzigjährige Jubiläum der Uraufführung zum Anlass, auch an das längst verschwundene Orchester zu erinnern. Dafür spürt Griepernau beteiligte Personen auf und lässt durch detaillierte Schilderung eigener Erlebnisse die damalige Zeit neu lebendig werden.
Fred-Gerrit Griepernau, Jahrgang 1961, besuchte die Musikschule Bitterfeld im Fach Violine, war danach viele Jahre Orchestermusiker im Sinfonieorchester des Kulturpalastes Bitterfeld und Geiger in einer Folk-Band. Als studierter Verfahrens- und Umweltschutztechniker arbeitete er hauptberuflich in der kommunalen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung. Heute ist Griepernau beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Bereich Museen beschäftigt und forscht insbesondere zur Thematik "Auftragsmusik während der Epoche des Bitterfelder Weges".
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