Was, wenn das eigene Leben erst rückwärts Sinn ergibt?
Tim O. Hawke ist über fünfzig, als er beginnt zu verstehen, was mit ihm los war. Die Unruhe seit der Kindheit. Das Nicht-Stillsitzen-Können. Die Erschöpfung nach Tagen, die für andere normal wirkten. Der Mann im Auto, der sich die Tränen abwischte, bevor er die Haustür aufmachte.
Jahrzehntelang nannte er das Charakter. Oder Schwäche. Oder Pech.
In diesem autobiographischen Roman blickt er zurück auf eine DDR-Kindheit, den frühen Tod des Vaters, gescheiterte Ausbildungen, prekäre Arbeitsjahre, eine Ehe, Kinder, Krisen. Nicht um sich zu erklären. Sondern um Spuren zu finden. Und langsam zu begreifen, dass ein Leben, das sich nie ganz richtig angefühlt hat, vielleicht nie falsch war nur unbenannt.
Ein Buch für alle, die gelernt haben zu funktionieren, bevor sie sich verstehen konnten.
Tim O. Hawke wurde 1973 in Stendal geboren und wuchs in Tangermünde auf. Er arbeitete in verschiedenen Berufen, wurde Vater zweier Kinder und erhielt erst mit über fünfzig Jahren eine Diagnose, die vieles in seinem Leben neu lesbar machte.
"Bevor ich wusste, wie es heißt" ist sein erstes Buch.
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