Berlin, Ende der 80er Jahre. Die Mauer steht noch, die Westberliner haben sich längst in ihrem Inseldasein eingerichtet. An große Veränderungen glauben sie nicht mehr. Sie leben ihr Leben, pendeln zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Wohnung und nächster Kneipe, zwischen Liebe und Eifersucht. Einer von ihnen ist der Ich-Erzähler, wohl Anfang 30. Er arbeitet als Dozent an einer Wirtschaftsfachschule. Das aber nur gezwungenermaßen, irgendwie muss man schließlich seine Brötchen verdienen. Viel lieber hängt er auf Partys oder in Kneipen herum und gibt sich die Kante, schlendert durch die Straßen Berlins, beobachtet seine Mitmenschen oder reflektiert beim Anblick von weggeworfenen McDonalds-Schachteln über den allmählichen Verfall der Kultur. Mit seinem besten Kumpel Klaus (Sozialpädagoge, zwar nervig, aber liebenswert) lebt er in einer WG im Berliner Bezirk Wilmersdorf. Die Wohnung, die nur vorübergehend angemietet und daher nicht neu eingerichtet wurde, ist ein ähnliches Provisorium wie das gesamte Leben der beiden.Als die Freunde in ihrer Stammkneipe sind, schlägt die Nachricht wie eine Bombe ein.Kurze Zeit später stehen die beiden Freunde an der ehemaligen Grenze und können sich selbst vom Anbruch einer neuen Epoche der deutschen Geschichte überzeugen.
Der Autor gehört zur Boomergeneration. Er ist studierter Heilpädagoge und Inklusionspädagoge. Lebt im südlichen Mitteldeutschland mit seiner Lebensgefährtin und Familie.
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