Es geht um die Darstellung von Bauvorhaben, die nach dem Fall der Mauer vom Architekten Walter Krüger im Landkreis Barnim, Land Brandenburg) entworfen, geplant und überwiegend bauleitend errichtet wurden. Die Architektur eines regional wirkenden Architekten nimmt für sich in Anspruch, in einer Zeit des Umbruchs gezeigt zu haben, wie wichtig die Erneuerung der sozialen Infrastruktur in den neuen Bundesländern war und mit welchen Mitteln und Methoden das gelang.
Walter Krüger wurde 1938 in Raguhn/Anhalt geboren und wuchs in Oranienbaum als ältestes von vier Geschwistern auf. Beeinflusst von der Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft und dem Bauhaus studierte er nach dem Abitur in Halle/Saale Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. Seit 1964 lebte und arbeitete er in Berlin. In der DDR musste er wie alle Berufskollegen als angestellter Architekt tätig sein. Das tat er in der Bauverwaltung des Magistrats im Neubaugebiet Rathaus-/Liebknechtstr., im Einzelhandel für Handelsneubauten, bei Innenprojekt für die Ausstattung von Büros, Läden, Hotels, Schulen etc., im Wohnungsbaukombinat für den Großtafelbau und in der Bauakademie der DDR für den Kirchenbau und die Auslandsprojektierung. Walter Krüger wurde 1988 zum Dr.-Ing. promoviert. 1989 nach dem Mauerfall organisierte Walter Krüger mit Berufskollegen beim Magistrat und dem Ministerium für Bauwesen die Zulassung von DDR-Architekten als Freiberufler, ein Vorgang, der mit der Wiedervereinigung vollendet werden konnte. Walter Krüger gründete 1990 ein Architekturbüro und begann in Berlin und danach vor allem in Brandenburg, an der Erweiterung der sozialen Infrastruktur mitzuarbeiten. Dazu gehörten Gymnasien, Oberstufenzentren, Grundschule, Sporthallen, Kindergärten, sozialer Wohnungsbau, Geschäftshäuser, kommunales Gewerbe und Krankenhäuser. Seit 2012 lebt Walter Krüger in Potsdam. Sein Interessengebiet verlagerte sich auf die Autorenschaft für Bücher der deutschen Frühgeschichte.
Ab 1990 gründete er ein Architekturbüro und nahm aktiv am Wiederaufbau in den neuen Bundesländern teil. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Architekt widmete er sich seit 2010 wieder der wissenschaftlichen Arbeit. Heute lebt er in Potsdam.
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