Am ersten Wiesn-Samstag, kurz nach zwölf, rutscht der Sepp unter die Bierbank und bleibt liegen. Aufregen tut das keinen - auf der Wiesn liegt schon mal einer. Verdächtig wird er erst, als er nicht mehr trinkt.
Was folgt, ist der kürzeste bairische Wiesn-Roman der Welt: sechzehn Tage Oktoberfest in elf Kapiteln von je einem Absatz, überschrieben mit den elf Sätzen des Bairischen Grundgesetzes. Ein Kommissar, den die Leiche langweilt, der aber wegen einer Bierdose zur Höchstform aufläuft. Und ein Preiß, der am Ende nicht bestraft, sondern eingebürgert wird.
Für alle, die nicht gern lesen, aber trotzdem behaupten wollen, sie hätten mal einen Roman gelesen. In drei Minuten geschafft. Zweimal.
Mit einer hochdeutschen Fassung für Zugereiste, sowie einem kleinen Lexikon und einem Wiesn-Tagebuch zum Selberausfüllen.
Bastian Portes lebt in Inzell und arbeitet in München. Dieses kleine Werk ist sein Beitrag zur lokalen Weltliteratur und dauert drei Minuten. In seinem ersten Buch, Das Offene Weltmodell, geht es um die Fragen hinter den Fragen. In diesem geht es um eine Leiche unter einer Bierbank. Einen Widerspruch sieht er darin nicht. Warum auch?
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