Ein Abend im August, ein Wasserfall durch die Wohnzimmerdecke - und gleichzeitig eine Reise nach Bali, die nie stattfand. Zwei Unterbrechungen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, erzählen zusammen von etwas Größerem: davon, wie Planungssicherheit zerbricht und wie sich trotzdem der nächste tragfähige Schritt finden lässt. Aus einer Sektlauneidee wird ein ernsthaftes Klassentreffen, aus einem gebrochenen Spülkasten eine Kette aus Hilfe, Improvisation und stillem Fortschritt. Rudolf Ströbel erzählt nüchtern, ohne Pathos, was geschah, was nur geplant war und was möglich blieb. Perspektivwechsel bedeutet hier kein Schönreden, sondern das Sortieren von Fakt, Erwartung und Vorstellung. Was bleibt, wenn die Baustelle verschwindet und die Reise nie beginnt?
Rudolf Ströbel ist jemand, der Pläne ernst nimmt und weiß, wie unerwartet sie zerbrechen können. Eine gemeinsam organisierte Reise nach Bali war lange vorbereitet, fand am Ende jedoch nicht statt. Fast zeitgleich traf ihn ein Wasserschaden im eigenen Haus, überraschend und einschneidend, aber Schritt für Schritt betreut und bewältigt. Aus diesen beiden Erfahrungen gewinnt er eine ruhige Überzeugung: Baustellen verschwinden, doch der Fortschritt bleibt. In seinem Buch verbindet er die nie angetretene Reise mit dem realen Schaden zu einer nüchternen Betrachtung über Perspektivwechsel, Kontrollverlust und die leise Gewissheit, dass es immer einen nächsten gangbaren Weg gibt. Sachlich, ehrlich und ohne Pathos erzählt er, wie aus Störungen neue Orientierung entsteht.
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