In Aethra, einer Welt gestaltbarer Horizonte und klingender Landschaften, erschafft Aurelian gemeinsam mit seiner Gefährtin Liora ein Meer. Als ein Stück Schiffsholz aus einem fremden Hafen auftaucht, entdeckt er eine Verbindung zu Menschen, deren Heimat in einem großen Entwurf übersehen wurde.
Hinter diesem Entwurf steht sein Freund Sereon. Unter einer neuen Sonne hat er eine Stadt geschaffen, von der sieben Wege in unterschiedliche Welten und Zeiten führen. Doch sein Werk wirft schwierige Fragen auf: Wer bestimmt, welche Orte verbunden werden? Was geschieht mit Menschen, deren Bedürfnisse in einem vollkommen scheinenden Plan keinen Platz haben?
Aurelians Reise führt ihn in fremde Häfen, ins alte Ägypten und nach Babylon. Im Umfeld des Königs Nechepso und des Gelehrten Petosiris begegnet er Handwerkern, Heilkundigen, Schreibern und Familien. Er hilft bei Transporten, Heilungen und der Gestaltung neuer Verbindungen. Dabei erkennt er, dass selbst außergewöhnliche Macht das Wissen der Betroffenen nicht ersetzen kann. Jede Veränderung berührt Arbeit, Verpflichtungen, Erinnerungen und persönliche Entscheidungen.
Auch seine Beziehung zu Liora verändert sich. Liebe verlangt, ihre eigenen Wege, ihre Arbeit und ihre gewählten Zeiten zu achten. Zugleich muss sich Sereon den Folgen seiner Schöpfung stellen und lernen, den Reisenden selbst die Entscheidung über Ankunft und Rückkehr zu überlassen.
Am Ende stehen offene Fragen und neue Wege. Aurelian sucht Menschen, die seine Gedanken eigenständig weitertragen und ihm widersprechen können. Der Roman verbindet phantastische Welten mit einer Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verantwortung. Seine zentrale Frage lautet: Wie lässt sich anderen helfen, ohne ihnen die Freiheit zu nehmen, ihr Leben selbst zu gestalten?
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