Durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97) verlieren die süddeutschen Leinwandhändler ihre Handelsprivilegien mit Frankreich. Einige von ihnen lassen sich in Arbon nieder, so Johann Albrecht und sein Neffe Jacob von Furtenbach. Mit dem Import und der Veredelung von preisgünstiger «Schwabenleinwand» konkurrenzieren sie erfolgreich die Rorschacher und St. Galler Kaufleute. Albrechts Firma und die Unternehmen seiner Nachfolger florieren, ein ganzes Jahrhundert lang. Bis heute sind die Arboner Wohn- und Geschäftshäuser der von Furtenbach, von Eberz und de Albertis das sichtbare Vermächtnis dieser Blütezeit. Um 1800 endet die Erfolgsgeschichte, und die Stadt fällt wirtschaftlich zurück. Erst mit der Firma Saurer beginnt in den 1860er-Jahren ein neues Arboner Wirtschaftswunder.
Rolf E. Kellenberg (*1967) ist Archivar und Autor. Er war vierzehn Jahre Arboner Stadtarchivar und betreut aktuell die örtlichen Archive der katholischen und evangelischen Kirchgemeinden. In den letzten Jahren veröffentlichte er mehrere historische Bücher, u.a. über die Arboner »Berglikirche«, die »Notensteiner« und die St. Galler Familie Wegelin.
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