Was den Dichter interessiert, ist das bloße Leben, der Kontakt zu den elementaren Vertretern des Lebendigen, den welterschließenden Kräften. Dies sind für ihn: Sonne, Vogel, Baum, Meer und Himmel, Mond, Fisch, Fluss, Pflanze, Wolke und Stein.
Thomas Siegmanns Gedichte erschaffen Räume, die in einer materialistisch-technokratischen Welt im Umbruch, von der Verwirklichung des Menschseins in der Ungewissheit des Lebens und vom Ausloten der Freiheit berichten. Seine Sprachwelten widersetzen sich vordergründigen Deutungen und verweigern endgültige Dechiffrierbarkeit. Sie werfen die Frage nach Verankerungsmöglichkeiten in einer absurden Welt auf, in der sich der Dichter die Freiheit zu einer unabhängigen, utopischen Antwort gibt.
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