Schlagworte: Anna Sinzig historischer Roman, Mutter von Caspar Olevian, Hexenverfolgung Trier Roman, Reformation aus Frauensicht, Frau im 16. Jahrhundert Roman
Diese Erzählung handelt von einer Mutter und einem Sohn. Das ist die häufigste Geschichte der Welt, und doch wird sie selten erzählt. Sie wird selten erzählt, weil die Söhne, die schreiben können, meistens beschäftigt sind, und die Mütter, die erzählen könnten, meistens am Herd stehen. So bleibt die Geschichte ungeschrieben, in vielen Stuben, in vielen Jahrhunderten.
Zum Schaden der Sache, wie der Lebenslauf von Anna Sinzig beweist. Sie war die Mutter eines Reformators. Sie wurde der Hexerei verdächtigt. Sie leistete ihren Beitrag zum Gelingen einer Bildungseinrichtung von europäischem Rang. Sie suchte die Gräben zwischen Religionen und Konfessionen zu überwinden.
Ein langes Leben. Und ein vergessenes Leben. Ein Vergessen - exemplarisch für das Leben vieler Frauen ihrer Zeit. So soll ihr Gang durch das 16. Jahrhundert nacherzählt werden. Was hier folgt, ist ein Versuch. Mehr nicht.
Prof. Dr. Andreas Mühling ist Vorsitzender des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte und Präsident der Caspar-Olevian-Gesellschaft. Mühling legte zahlreiche wissenschaftliche Publikationen zu Leben und Werk von Caspar Olevian vor.
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