Was darf über die Wirklichkeit gesagt werden, wenn weder eine fertige Ontologie vorausgesetzt noch alles zur bloßen Konstruktion des Denkens erklärt werden soll?
Drei miteinander verbundene Untersuchungen führen vom weitesten zum nächsten Horizont: vom Anfang des Universums über die Entstehung von Geschehen bis zur Frage nach dem Ich. Ein Anfang ohne Außen kann keine vorhandene Zeit, keinen umgebenden Raum und keine universale Kausalität voraussetzen. Aus bloßer Differenz folgt noch kein Geschehen: Erst Instanzenbildung, Verlaufszusammengehörigkeit und die Bewährung an widerständigen Spuren erlauben es, von einem wirklichen Übergang zu sprechen. Auch das Ich erweist sich weder als unveränderliche Substanz noch als beliebige Erzählung. Erinnerung, Leib, Dokumente, Handlungsfolgen, Gefühle und Mitsein bilden ein fehlbares, aber tragfähiges Netz personaler Fortsetzung.
Das Buch entwickelt daraus einen skeptischen Minimalrealismus: Denken gliedert das Vorliegende, doch das Vorliegende antwortet - und setzt unseren Deutungen Grenzen.
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