Der Begriff »amorph« beschreibt etwas Unregelmäßiges, Gestaltloses, ein Muster ohne klare Struktur. Betrachtet man den Menschen, seine Zusammensetzung und Zustände, bekommt dieser Gedanke eine poetische Wendung: Abgeschirmt zu sein von der Außenwelt durch den eigenen Körper.
Die Sammlung Amorph. lädt dazu ein, den Blickwinkel zu verschieben und alltägliche Momente aus fremd scheinenden Perspektiven zu betrachten. Mit Elementen visueller Poesie und bewusst niedriger Wiedergabetreue verstehen sich diese vier Gedichte und zwölf Erzählungen als Lo-Fi-Poetry mit Knistern, Rauschen und kleinen Fehlern zwischen den Zeilen, in Texten wie in Menschen.
Ich nenne mich selbst Clown. Nicht nur, weil ich wirklich ein Clown bin, sondern weil ich gelernt habe, professionell zu scheitern; die für mich wichtigste Lektion überhaupt. Ich spiele gern mit Ernsthaftigkeit, aber darüber hinaus auch andere Rollen, auf der Bühne und in Gesellschaft. Die meiste Zeit trage ich eine Maske, bin aber keine Marionette, sondern versuche, stets die Fäden in den Händen zu behalten. Ich habe begonnen zu schreiben, um zu beschreiben, was ich vorfinde. Häufig fehlen mir die Worte. Dann staune ich einfach nur.
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