Die Liebe, die bleibt, ist keine Entscheidung und kein Gefühl mehr. Sie ist das, was übrig ist, wenn beides aufhört zu funktionieren. In Alltagspoesie II Orange nimmt uns Frank Kralemann mit auf eine Reise durch die stillen, oft übersehenen Momente des Lebens. Es sind die Risse in der Tasse, durch die das Licht fällt, der Staub auf dem Fensterbrett und die Pausen zwischen zwei Herzschlägen, in denen sich die wahre Schönheit offenbart.
Mit feinem Gespür für die leisen Töne und einer Sprache, die unter die Haut geht, erkundet der Autor die Tiefe des Alltäglichen. Seine Gedichte erzählen von der Liebe, die zu Narbengewebe wird, nicht immer schön, aber dichter und tragfähiger als alles Unversehrte. Sie handeln vom Warten, vom Ankommen und von der Kunst, langsam genug zu sein für das, was da ist.
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