Dieses Buch ist der Versuch, eine solche Schwelle wieder ernst zu nehmen: All Hallows Eve, Halloween, Samhain - ein Fest, das heute oft unterschätzt, missverstanden oder vorschnell abgewertet wird. Dabei trägt es einen uralten Kern in sich: den Mut, der Dunkelheit zu begegnen, ohne in ihr zu versinken; die Fähigkeit, das Unheimliche zu spielen, ohne es anzubeten; und die Kunst, Licht zu setzen - außen wie innen.
Für Kinder kann Halloween ein Entwicklungsfest sein. Für Eltern kann es eine Gelegenheit sein, das eigene Verhältnis zu Angst, Tod, Verwandlung und Jahresrhythmus neu zu ordnen. Und für eine Gemeinschaft kann es ein kleines Gegengewicht zur Entzauberung der Welt werden.
Ich wurde 1967 in Hamburg geboren und besuchte vom ersten Schuljahr bis zum Abitur die Waldorfschule Hamburg-Wandsbek, später Farmsen. Nach der Schule führte mich mein Weg durch verschiedene Felder: eine Ausbildung zum Diplom-Kunsttherapeuten und Heilpädagogen, Studien in freier Kunst und Film in Bremen und Braunschweig - und vor allem: viele Jahre Arbeit mit Menschen.
Von 1997 bis 2001 betrieb ich den Projektraum Berlin - Akademie für angewandte Wirklichkeit. Das war eine Zeit, in der ich gelernt habe, wie sehr Wirklichkeit davon abhängt, womit wir sie füttern: mit Angstbildern oder Mutbildern; mit Zynismus oder Sinn; mit Oberflächen oder Tiefe. Später wurde ich Vater von drei Kindern und arbeite seit 2001 heilpädagogisch mit Jugendlichen, Kindergartenkindern und Erwachsenen. Zurzeit bin ich in einer heilpädagogischen, anthroposophischen Einrichtung auf Fünen in Dänemark tätig.
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