In Er heisst Alex verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit auf beunruhigende Weise. Die Titelfigur gerät zunehmend in einen inneren Konflikt, in dem Erinnerungen, Gedanken und äussere Eindrücke nicht mehr eindeutig voneinander zu trennen sind. Was zunächst wie eine persönliche Krise erscheint, entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit Identität, Kontrolle und der Frage nach dem eigenen Selbst.
Mit dichter Atmosphäre und psychologischer Intensität erzählt der Roman von einem Menschen, der sich selbst fremd wird und von der leisen, aber stetigen Verschiebung einer Realität, die nicht mehr verlässlich ist.
Martina Kohler ist seit 26 Jahren diplomierte Pflegefachfrau und arbeitet als Wohnleiterin in einer Institution für psychisch beeinträchtigte Menschen. In ihrem beruflichen Alltag sowie in ihrer Tätigkeit als Beraterin und Mitglied eines Care Teams setzt sie sich intensiv mit menschlichem Verhalten auseinander, insbesondere mit komplexen Persönlichkeitsstrukturen und deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Ein besonderer Fokus ihrer langjährigen Auseinandersetzung liegt auf dem Verhalten von Menschen mit dissozialen Persönlichkeitsanteilen in Liebesbeziehungen sowie auf den oft tiefgreifenden Reaktionen ihrer Partnerinnen und Partner. Dabei beschäftigt sie vor allem die Dynamik toxischer Beziehungen und die Schwierigkeit, unter solchen Voraussetzungen stabile Bindungen aufrechtzuerhalten.
Ihr fundiertes Fachwissen verbindet sie mit ihrer Leidenschaft für das Schreiben. So entstehen Realitythriller, die durch ihre Nähe zur Lebensrealität eine besondere Intensität entfalten und auf eindringliche Weise verstören, beunruhigen und unter die Haut gehen.
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